Die Junge Union bringt sich in die Debatte um die Wiedereinführung der lippischen Altkennzeichen DT und LE ein und fordert einen Bürgerentscheid.

In einem vom Kreisvorstand der Jungen Union Lippe ausgearbeiteten Leitantrag zur Kreisversammlung 2019 wird der Kreistag dazu aufgefordert, die Lipperinnen und Lipper selbst über die Wiedereinführung von DT und LE entscheiden zu lassen. „Die direkte Demokratie erscheint in dieser Frage am besten geeignet zu sein, um den wahren Bürgerwillen herauszufinden und umzusetzen“, so Christian Fritzemeier. „Wir wollen nicht das LIP abschaffen, sondern unabhängig vom Wohnort Wahlfreiheit für alle drei Unterscheidungszeichen mit lippischer Identität, also LIP, DT und LE vorschlagen. So könnte theoretisch ein Detmolder auch ein LE-Kennzeichen auswählen und umgekehrt ein Lemgoer das DT-Nummernschild. “ unterstreicht der JU-Kreisvorsitzende. „Durch den Bürgerentscheid treffen dann die lippischen Wahlberechtigten die Entscheidung, ob sie Wahlfreiheit beim Kennzeichen wollen oder auch in Zukunft einzig das LIP vorgegeben wird.“

Jerome Pankratz, Stadtverbandsvorsitzender der Jungen Union Detmold, unterstützt die Idee: „Viele Detmolder möchten gerne mit DT am Auto fahren. Bei einem Bürgerentscheid haben alle die Möglichkeit abzustimmen. Warum sollte man gegen zusätzliche Wahlmöglichkeiten sein?“ Auch Janik Wiemann, Stadtverbandsvorsitzender der Jungen Union Lemgo, begrüßt die Diskussion: „Das LE steht für Lemgoer Identität. Das Kürzel sollte jeder Bürgerin und jedem Bürger für das eigene Nummernschild zur Verfügung stehen können.“ Luka Kahren, Stadtverbandsvorsitzender der JU Bad Salzuflen, äußert sich ebenfalls zustimmend: „Ob die Lipper Wahlfreiheit bei der Fahrzeugzulassung wollen oder nicht, sollten sie am besten mehrheitlich selbst entscheiden.“

Ferner schlägt die Junge Union Lippe vor, den Bürgerentscheid am Tag der Kommunalwahl im Jahr 2020 abzuhalten. Dazu bemerkt Isabell Begemann: „Wenn ein Bürgerentscheid in einem Rutsch mit der Kommunalwahl durchgeführt wird, muss der Bürger nur ein einziges Mal zum Wahllokal laufen. Das ist einerseits bequem, spart der Verwaltung aber auch Kosten und Aufwand“, so die JU-Stadtverbandsvorsitzende aus Lage.

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