Die Junge Union Viersen sieht die Demonstrationen rund um den Klimaschutz gespalten. In Viersen wird die Aktion „Fridays For Future“ teilweise geduldet, indem das Aufhängen von großen Werbeplakaten erlaubt und somit das Schulschwänzen quasi toleriert wird. Für die Viersener JU ist das nicht nachvollziehbar. Demonstrieren sei jederzeit in der Freizeit möglich, dafür wäre kein Schulstreik notwendig. Die Jungpolitiker sehen die Vorgänge als bedenklich an, denn es wird hoffentlich noch viele Themen geben, die auch junge Menschen politisch beschäftigen - gibt es dann immer schulfrei?

JU-Vorsitzende Sarah Feldmann: „Wir finden es enorm wichtig und auch wirklich großartig, dass sich viele junge Menschen in politische Debatten, die unsere Zukunft betreffen, einbringen. Warum genau Schulschwänzen jetzt mit dem Protest gegen den Klimawandel gerechtfertigt wird, können wir nicht nachvollziehen. Ein sachlicher Zusammenhang besteht hier nicht. Wem wirklich etwas an diesem Thema liegt, kann jederzeit in seiner Freizeit demonstrieren und sich vor allem politisch dort engagieren, wo schlussendlich Entscheidungen getroffen werden. Das ist ohne Probleme außerhalb des Unterrichts möglich und auf lange Sicht sicher wirkungsvoller.“

JU-Vorstandsmitglied Felix Curvers ist Schüler eines Viersener Gymnasiums und sieht die Freitags-Demos ebenfalls kritisch: „Ich habe den Eindruck, dass viele einfach nur zur Demo gehen, um dem Unterricht fernbleiben zu können. Um ein Zeichen gegen den Klimawandel geht es oft gar nicht. Politisch aktiv sein ist super, glaubwürdiger wäre es allerdings, wenn man sich nach Schulschluss die Zeit für politisches Engagement nimmt.“

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