Stadt Mainz braucht ein Corona-konformes Konzept für Abend- und Kulturveranstaltungen

Am vergangenen Samstag wurde die City-Oase auf dem Schillerplatz laut Augenzeugenberichten von Besuchern derart überrannt, dass sie gegen 22.30 Uhr vom Veranstalter beendet werden musste.
Die Junge Union (JU) Mainz zeigt sich überrascht von der schnellen Schließung der erst kürzlich eröffneten City-Oase.

"Die Stadt Mainz hat einige Wochen lang mit den Gastronomen vor Ort ein Konzept für den Schillerplatz erarbeitet. Die Eröffnung kam sehr spät. Es ist sehr schade, dass eine weitere Möglichkeit des abendlichen Verweilens nun geschlossen wurde", so Torsten Rohe, Kreisvorsitzender der JU Mainz.

"Selbstverständlich steht der Gesundheitsschutz an erster Stelle. Da die Infektionszahlen wieder ansteigen, ist Vorsicht das Gebot der Stunde. Nichtsdestotrotz muss es für die Bürger immer noch möglich sein, unter Einhaltung der A-H-A-Regeln den Abend in Mainz unter freiem Himmel zu verbringen", so Rohe.

„Der große Besucherandrang an der City-Oase zeigt, dass in Mainz definitiv Interesse und Bedarf an einem erweitertem Abend- und Kulturangebot bestehen. Weitere Schließungen bewirken lediglich eine Verlagerung der Menschenmassen auf die öffentlichen Plätze und in private Wohnungen. Das kann nicht Sinn und Zweck der Maßnahmen sein“, ergänzt JU-Vorstandsmitglied Sonja Brühl.

Die JU Mainz, die bereits vergangenes Jahr im Kommunalwahlkampf das Club- und Kneipensterben aufnahm und Vorschläge zum Ausbau und zur Attraktivitätssteigerung des Mainzer Nachtleben machte, traf sich zu diesem Thema auch in der vergangenen Woche mit dem neuen ehrenamtlichen Nacht- und Kulturbeauftragten der Stadt Mainz, Timo Filtzinger. "Wir unterstützen den neuen ehrenamtlichen Nachtkulturbeauftragten und die Stadt gerne bei Vorhaben, die Mainzer Gastronomie zu unterstützen und ihr wirtschaftliches Überleben zu gewährleisten. Dazu gehören beispielsweise die temporäre Umwidmung von Betriebserlaubnissen, die Ausweitung der Schankerlaubnis im Freien und die gute Anbindung an den ÖPNV.“

"Durch die Schließung der Diskotheken, die neuen Maßnahmen der Stadt Mainz am Winterhafen und den Wegfall der privaten Sicherheitskräfte ist es unmittelbar zu einer Verknappung der Aufenthaltsflächen und geringerer sozialer Kontrolle gekommen. Wir fordern die Stadt Mainz und OB Ebling auf, ein tragbares und Corona-konformes Veranstaltungskonzept zu erstellen, welches die Interessen von Gastronomen und von Gästen aller Altersgruppen gleichermaßen berücksichtigt", so Rohe abschließend.

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