PM: Mobilität der Zukunft statt Straßenbahnausbau

Janson: Anbindung des Umlandes im Blick behalten, Wasserstoffe als Alternative berücksichtigen, Kosten für Mainzelbahn offenlegen

Die Junge Union in Mainz kritisiert die einseitige Festlegung der Grünen in Mainz auf einen Ausbau des Straßenbahnnetzes.

„Straßenbahnen sind keine Innovation, sondern eine Technologie des vorvergangenen Jahrhunderts. Straßenbahnrouten können nicht angepasst werden und wenn ein Hindernis auf der Strecke liegt, geht es erstmal nicht weiter.“, so Marc Philipp Janson, stellvertretender JU-Kreisvorsitzender. Außerdem befürchtet er, dass bei dem geplanten Ausbau die Anbindung der Mainzer Vororte und des Umlands weiter in den Hintergrund rücken könnte. „Innenstadtring, Citybahn und eine Straßenbahnanbindung des Heiligkreuz-Areal klingen toll, aber zeigen auch wieder, dass nur der innerstädtische Verkehr im Fokus steht. Eine Straßenbahn für Ebersheim wird noch erwogen, aber gleichzeitig mangels Finanzierbarkeit in Frage gestellt. Die Menschen wollen auch aus dem Umland in die Stadt fahren können. Dafür braucht es den Ausbau der Infrastruktur – wie zum Beispiel den überfälligen vierspurigen Ausbau der Rheinhessenstraße – und ein ganzheitliches Verkehrskonzept, das sich individuell an die Bedürfnisse anpasst. Umweltschutz kann beispielsweise auch durch Wasserstoffbusse erreicht werden, die Festlegung auf eine veraltete schienengebundene Technologie ist falsch. Auf keinen Fall darf dies aber dazu führen, dass die Busverbindungen in die Vororte ausgedünnt werden“, so Janson weiter.

Außerdem fordern die jungen Christdemokraten, dass vor einem weiteren Einstieg in Planungen zum Straßenbahnausbau die abschließenden Kosten der Mainzelbahn diskutiert werden: „Das darf bei dem ganzen Thema nicht unter den Tisch fallen. Es kann doch nicht so schwer sein, das endlich mal offen zu legen, wenn man bereits wieder fleißig neue Projekte plant – außer man möchte es nicht“, so Janson abschließend.

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