JU wünscht sich "Digitale Agenda" für Landstuhl

Landstuhl, den 01.12.2017

Die Junge Union Landstuhl wünscht sich eine „Digitale Agenda“ der Sickingenstadt Landstuhl sowie der Verbandsgemeinde Landstuhl, die sich an dem Motto der „Digitalen Stadt“ oder „Smart City“ orientiert. Schon im Frühjahr 2015 forderte die JU zusammen mit der CDU die Stadtführung dazu auf, sich für die Einrichtung von öffentlich zugänglichen, kostenfreien WLAN-Hotspots für die Bürger der Stadt einzusetzen. Da es bisher wegen der Störerhaftung noch Bedenken gab, sollte der Weg mit dem geänderten Telemediengesetz nun frei sein. Zudem steht ein vom Land Rheinland-Pfalz initiiertes Programm zur Förderung von kostenfreien WLAN-Hotspots zur Verfügung, welches nicht ungenutzt bleiben darf.

Durch die Beteiligung der Jungen Union an den Bürgerworkshops im Rahmen des Stadtsanierungsprogramms von Bund und Land, entstanden weitere Ideen, wie man die Stadt zu einer sogenannten „Smart-City“ ausbauen kann. „Um unnötigen Verkehr aus der Stadt zu halten, wären digitale Parkleitsysteme denkbar. Diese könnten an den Ortseingängen aufgestellt werden und die Parkplatzsituation verschiedener Parkplätze anzeigen, wie z.B. die Parkplätze vor der Jakob-Weber-Schule oder den Parkplatz hinter der Stadthalle, so muss man nicht unnötig einen Parkplatz in der Stadt suchen, sondern weiß genau wo Parkplätze frei sind und wo nicht und kann diese gezielt anfahren“, so der Vorsitzende der Jungen Union Mattia De Fazio. Weiter fügt er hinzu, dass man die Verfügbarkeit in Echtzeit in einer „Landstuhl-App“ auf seinem Smartphone angezeigt bekommen sollte.

Eine weitere Idee, die der Jungen Union im Rahmen der Bürgerworkshops entstand, ist die „Landstuhl-App“. Diese soll nach deren Ansichten den Bürgern und Gewerbetreibenden zu Gute kommen, welche Ihr Angebot so noch besser und näher an den Mann oder die Frau bringen könnten. „Die Rubriken könnten z.B. Gastronomie, Branchenbuch, News, Jobs, Tipps und Empfehlungen oder Kultur lauten. Hier sehen wir auch eine Chance für die Verbandsgemeinde, welche die Touristik mit in der App integrieren könnte, wie z.B. wichtige historische Informationen zu Gebäuden oder Straßen direkt auf das Handy bringen könnte.

„Eine Weitere wichtige Funktion, die die App bieten soll, wäre für ein modernes Kommunikationskonzept der Stadt und VG wichtig. Ein Beispiel für eine digitale Verbandsgemeindeverwaltung ist unter anderem, dass man über die „Landstuhl-App“ ohne großen Aufwand der Stadt seine Anliegen übermitteln könnte, ohne erst langwierig Ansprechpartner und Kontaktmöglichkeiten ausfindig machen zu müssen. Der große Vorteil liegt in ihrer unmittelbaren und einfachen Anwendbarkeit: Die Probleme der Bürgerinnen und Bürger liegen oft auf der Straße - beim Spaziergang, auf dem Weg zur Arbeit oder beim Gassigehen fallen die Ärgernisse auf. Mittels der Meldefunktion innerhalb der „Landstuhl-App“ kann die nicht funktionierende Straßenbeleuchtung, illegale Abfallentsorgung, Vandalismusschäden oder Stolperfallen direkt, wenn gewünscht auch mit Foto und GPS-Daten, an die Verwaltung übermittelt werden. Letzteres ist beispielsweise sehr hilfreich, wenn man beim Spaziergang einen Mangel entdeckt, ihn melden will, aber eine genaue Ortsbeschreibung schwierig ist – mit den GPS-Daten ist dieses kein Problem. Dieser Online-Bürgerservice sollte in einer „Digitalen Agenda“ berücksichtigt werden“, so JU-Vorsitzender Mattia De Fazio.

Auch wünscht sich die Jugendorganisation der CDU ein modernes Kommunikationskonzept, welches sich nicht nur auf Pressemitteilungen und Berichte auf der städtischen Internetseite oder dem Amtsblatt beschränkt, sondern Plattformen wie Facebook, Twitter, Instagram und Apps berücksichtigt. „Hierbei sollte sich die Stadt Landstuhl an der Verbandsgemeinde orientieren, welche schon über Facebook erreichbar ist und eine Vielzahl von Menschen mit minimalem Aufwand erreicht.“ so die einhellige Meinung der Jungen Union.

Knapper Wohnraum in Landstuhl - JU zeigt sich besorgt

Landstuhl, den 13.04.2017

Ist ohne ein passendes Wohnraumkonzept die Zukunftsfähigkeit der Sickingenstadt gefährdet?
Junge Union ist alarmiert!

Wir als Junge Union (JU) nehmen seit mehreren Jahren einen akuten Mangel an Wohnraum und den damit verbundenen Unmut von jungen und älteren Mitbürgern wahr. Viele junge Landstuhler Familien sehen keine passende Möglichkeit ihr zukünftiges Leben in Landstuhl zu planen, weil sie keinen passenden und bezahlbaren Wohnraum finden. Hier will die JU Landstuhl als Sprachrohr junger Menschen und vor allem junger Familien Stellung nehmen und die politisch Verantwortlichen zum Handeln bewegen.

Dass Wohnraum im Allgemeinen ein begrenztes Gut ist, dürfte jedem klar sein. Ebenso sollte aus der Volkswirtschaftslehre bekannt sein, dass privater Wohnraum als privates Gut anzusehen ist, welches auf einem Markt gehandelt wird durch Ausschließbarkeit und Rivalität gekennzeichnet ist. Das bedeutet, dass Individuen von der Nutzung ausgeschlossen werden können und sich in Rivalität zu anderen Individuen befinden. Eine Preisbildung kommt somit durch das höchste Gebot zu Stande.
Auch der Jungen Union ist dieser Mechanismus bekannt, jedoch plädieren wir im Falle der Stadt Landstuhl auf ein Korrektiv seitens der politisch Verantwortlichen um die Zukunftsfähigkeit der Stadt nicht aufs Spiel zu setzen.

Zum Erfreuen der Hauseigentümer steigen die Mieten seit Jahren stetig an und die wenigen Bauplätze, die es vereinzelt noch gibt, verbleiben entweder unbebaut in Privatbesitz oder werden zu Höchstpreisen den Wohnraumsuchenden, meist jungen Familien, zum Kauf angeboten. Diese Familien können sich dann entscheiden zwischen einer enormen finanziellen Belastung oder der Aufgabe des bekannten und gewohnten Umfelds. Da in der Pfalz die Devise gilt: „Aach annerschdwo iss es schää“ (hochdeutsch: „Auch in anderen Orten ist es schön“) entscheiden sich viele Familiengründer für den Wegzug.

Wenn im Ortsteil Melkerei der Quadratmeter um 250 Euro gehandelt wird und die angebotenen Grundstücke zwischen 915 und 1.500 Quadratmeter groß sind, muss ein Interessent rund 230.000 bis 375.000 Euro alleine nur für das Grundstück bezahlen. Dass dabei jedoch noch kein einziger Stein gemauert, keine einzige Leitung verlegt und kein einziger Ziegel gesetzt wurde, muss jedem bewusst sein. Diese horrenden Preise sind der Zukunftskiller für junge Familien in Landstuhl und sind schlicht und ergreifend unzumutbar.

Dass der Markt für Wohnraum auch anders gestaltet werden kann, beweist die Ortsgemeinde Hütschenhausen. Der dortige Bürgermeister Ralf Leßmeister hat eine regelrechte Aufbruchsstimmung in seinem Ort ausgelöst, was sich an der dortigen Entwicklung deutlich zeigt. So wird es in naher Zukunft neben einem neuen Vollsortiment-Einkaufsmarkt auch neue Baugrundstücke geben, die in den Händen der Ortsgemeinde liegen und von Ihr verwaltet werden. So will man gewährleisten, dass junge und auch ältere Familien in Hütschenhausen bleiben und mit Wohnraum optimal versorgt sind. Neben diesen Planungen unterstützt Ralf Leßmeister auch die Planungen für ein Mehrgenerationenhaus im Zentrum der Gemeinde.

Dabei sind es nicht nur die jungen Menschen, die sich nach einem Haus für die Gründung ihrer Familien sehnen. Gerade auch ältere Mitbürger möchten sich immer öfter im Hinblick auf den Wohnraum verkleinern. Meist dann, wenn die eigenen Kinder selbst Familien gegründet haben oder ausgezogen sind und das vor Jahren gebaute Haus nun für zwei Personen deutlich zu groß geworden ist. Viele Familien, die sich jetzt kurz vor dem Rentenalter befinden, wünschen sich ein barrierefreies Haus oder eine barrierefreie Wohnung auf dem energetisch und technisch neuesten Stand in passender Größe zu bezahlbaren Preisen. Auf diese Lebenswirklichkeit hat die Ortsgemeinde Hütschenhausen reagiert. Auch die Politik in Landstuhl muss darauf eingehen und die passenden Angebote schaffen oder zumindest unterstützen.

Während ältere Menschen nur ungern aus dem bekannten Umfeld wegziehen, ist es der jüngeren Generation oft egal wo sie wohnt. Sie ist mobil, vernetzt und flexibel. Die Wahl des Wohnortes richtet sich einzig und alleine nach attraktiven Angeboten, der dort gebotenen Lebensqualität und der Nähe zum Arbeitsplatz. Hier müssen wir unbedingt aufpassen, dass wir in Landstuhl im Vergleich zu anderen Ortsgemeinden oder Städten nicht ins Hintertreffen geraten.

Landstuhl als Mittelzentrum stellt ein sehr gutes und breites Angebot bereit:
• Zentrale Lage mit Autobahnanbindungen in Richtung Homburg, Kaiserslautern, Pirmasens und Trier (Ost-West und Nord-Südachsen),
• Schnelle und bequeme Zuganbindung in Richtung Saarbrücken und Mannheim.
• Kindertagesstätten.
• Eine ausgeprägte, vielseitige Schullandschaft,
• Zwei Ärztehäuser, ein Krankenhaus und mehrere Apotheken
• Banken und Einkaufsmöglichkeiten in vielseitigem Einzelhandel,
• eine schöne und moderne Innenstadt,
• kulturelle Angebote,
• vielseitige Sportangebote,
• ein aktives Vereinsleben

Alles, was eine moderne und attraktive Gemeinde haben sollte ist in der Stadt Landstuhl vorhanden. Einzig mangelt es in der Sickingenstadt an Möglichkeiten für Jung und Alt sich hier mit dem Partner, der Partnerin oder der Familie im eigenen Heim auch niederzulassen.

Junge Menschen und junge Familien sind für das Überleben des Ortes und eine lebendige Freizeit- und Vereinslandschaft von essentieller Bedeutung. Wie sollen sich die Vereine in Zukunft aufstellen? Wie sichert man das Überleben des Ehrenamts? Gerade die Mischung aus jungen Familien und der Generation „Oma und Opa“ macht doch einen Ort erst lebens- und liebenswert!
Wir als JU leben seit vielen Jahren die Union der Generationen und machen Jahr für Jahr beste Erfahrungen damit.
Kurzum: Die Mischung macht’s!

Dass sich diese Mischung in Landstuhl seit Jahren verschiebt, ist für uns als JU sehr besorgniserregend. Landstuhl steht nicht erst seit heute in Konkurrenz zu anderen Orten und Städten in der Westpfalz. Um nicht abgehängt zu werden bedarf es eines Handelns und zwar jetzt!

Wir als Junge Union Landstuhl fordern daher:

Erstellen eines Wohnraumkonzeptes für die Stadt Landstuhl, welches die Veränderungswünsche der älteren Mitbürger mit der Ansiedelung junger Familien kombiniert und steuert.
Eingreifen der Politik und der Verwaltung um attraktiven und bezahlbaren Wohnraum für junge Familien zu schaffen.
Neue Wohngebiete müssen hinsichtlich Grundstücksgröße, Baustil-Vorgaben und Umgebung sowohl den Anforderungen junger Familien als auch altersgerechtem Wohnen ausgelegt und projektiert werden.
Neue Wohngebiete müssen ein ausgewogenes Gefüge von Arbeiten, Wohnen und sozialem Miteinander aufweisen.
Erschließung neuer, attraktiver Wohngebiete, welche die Anforderungen einer modernen Gesellschaft erfüllen (z.B. Melkerei Richtung Forsthaus oder Wohngebiet Rothenborn).
Wohnortsnahe Einkaufsmöglichkeiten, so dass junge und auch ältere Mitbürger kurze Wege für die eigene Versorgung haben.
Ankauf des Lidl-Geländes in der Innenstadt. Dort könnte eine barrierefreie Wohnsiedlung aus Einfamilienhäusern und Wohnung entstehen, die besonders für ältere Mitmenschen interessant und attraktiv wäre.

Junge Union setzt sich für freies WLAN in Landstuhl ein

Landstuhl, den 25.03.2015

Die Junge Union Landstuhl (JU) fordert ein stärkeres Engagement der Stadt Landstuhl bei der Umsetzung eines freien WLANs in der Innenstadt, d. h. einer allgemein zugänglichen, drahtlosen Internetverbindung, die in verschiedenen Bereichen der Stadt nach vorheriger Anmeldung kostenfrei zur Verfügung stehen soll.

„Mit dem neugestalteten Alten Markt, der stark frequentierten Burg und dem Bahnhof sowie der gut besuchten Stadthalle lebt die Sickingenstadt Landstuhl schon heute auch vom Tourismus“, wie der JU-Vorsitzende Mattia De Fazio betont. „Gleichzeitig bringen auch die breit aufgestellte Schullandschaft, sowie mehrere tolle Geschäfte zahlreiche Gäste in die Stadt, so können z.B. Laptops, Smartphones und Tablets ein solches Netz in Cafés und öffentlichen Plätzen kostenfrei nutzen. Für diese werde es in Zukunft immer wichtiger, dass auch die digitale Infrastruktur zeitgemäß ist. „Zwar hat man mit 3G und LTE auch Möglichkeiten per Mobilfunknetz online zu sein, in Sachen Netzstabilität und Geschwindigkeit ist dies aber leider nur selten gleichwertig. Städte wie Kaiserslautern und Pirmasens machen uns dies bereits vor und bieten diesen Service bereits seit geraumer Zeit an. Auch unsere Nachbarstadt Ramstein-Miesenbach ist uns da schon voraus und beginnt schon mit der Planung für Hotspots in der Stadt und will diese noch vor dem Rheinland-Pfalz-Tag an den Start bringen (Rheinpfalz vom 23.03.2015).
„Wir dürfen in keinem Falle das Schlusslicht in Rheinland-Pfalz sein, wir wollen schon jetzt eine moderne und zukunftsorientierte Stadt. Es sollten deshalb schnellstmöglich konkrete Maßnahmen in diesem Bereich ergriffen werden.“ Deshalb wurde auch Stadtbürgermeister Hersina in einer Anfrage dazu aufgefordert, in diesem Bereich tätig zu werden“, so De Fazio weiter.