Brementag der Jungen Union in Bremerhaven am 06. April 2019

“Mein Name ist Wiebke, ich bin 23 Jahre alt, Bremerin, motiviert, teamfähig und vor allen Dingen leidenschaftlich. Ich setze auf Inhalte und die Stärke von uns allen, den Mitgliedern der Jungen Union, als Team. All dies möchte ich in den nächsten zwei Jahren für unsere Junge Union Bremen als Vorsitzende in die Waagschale werfen.” Mit diesen Worten beendete die nun gewählte Landesvorsitzende Wiebke Winter ihre flammende Bewerbungsrede. Dem scheidenden Landesvorsitzenden Philipp van Gels wurde für seine Arbeit gedankt und nun Glück für sein juristisches Staatsexamen gewünscht. Den Landesvorstand ergänzen Lukas Dietzel, Marcel Zander und Alexander Heinrich als stellvertretende Landesvorsitzende, Maximilian Neumeyer als Landesschatzmeister, Yakup Melih Celik als sein Stellvertreter, Kjell Menke, Sarah Stoffels, Clara Parusel und Paul-Theodor Pricop komplementieren den Landesvorstand als Beisitzer. Dem zweithöchsten Beschlussgremium der JU Deutschlands, dem Deutschlandrat, gehört für den Landesverband Bremen nun Theresa Gröninger an, die ebenfalls als Beisitzerin den Landesvorstand unterstützt.

Neben den Wahlen waren zahlreiche Gäste geladen: Das Mitglied des europäischen Parlaments David McAllister berichtete in seiner Rede über Europa und mahnte “Ich habe verstanden, dass man Demonstranten nicht als Bots und bezahlt deklarieren darf. Ich habe verstanden, dass digitale Gesetzgebung nicht alleine Axel Voss überlassen werden darf. Ihr müsst lauter und stärker werden, damit wir euch eher hören. Auf euch dürfen wir nicht verzichten.” Im Anschluss war auch der neue Bundesvorsitzende der Jungen Union, Tilman Kuban, zu Gast in Bremerhaven. Neben einer Rentenpolitik, die auch unsere Generation berücksichtigt, waren vor allem die Wahlkämpfe für die Europawahl und die Bremische Bürgerschaft am 26. Mai 2019 im Zentrum seiner Rede. Weitere Grußworte kamen vom Fraktionsvorsitzenden der CDU-Fraktion in der Bremischen Bürgerschaft: Thomas Röwekamp, dem Bürgermeister und Kämmerer der Stadt Bremerhaven: Torsten Neuhoff, Thorsten Raschen, dem Fraktionsvorsitzenden der CDU in der Bremerhavener Stadtverordnetenversammlung.

Nach den Wahlen und den Reden wurden diverse Anträge diskutiert. In dem Leitantrag für den Brementag fasste die Junge Union verschiedene Maßnahmen für eine funktionierende Verkehrspolitik zusammen. Dies umfasst vor allem die ganzheitliche Betrachtung eines funktionierenden Verkehrsmixes, ein effizientes Baustellenmanagement, den Ausbau von Park and Ride Parkplätzen, eine elektronische Verkehrsführung die eine der Witterungsverhältnissen entsprechenden Höchstgeschwindigkeit anzeigen kann, Abbiegeassistenten für LKW, den Ausbau des Bremer ÖPNV vor allem in den Randgebieten, die Stabilität des Bahnverkehrs inklusive einer garantierten 15-minütigen Taktung in der Verbindung von Bremen Nord zum Bremer Hauptbahnhof sowie den Ausbau des Carsharing Angebotes. Zusammenfassend möchte die Junge Union Bremen damit die Probleme im Bereich der Verkehrs- und Infrastrukturplanung effizient lösen und somit den Wirtschaftsstandort Bremen und Bremerhaven weiterhin für Bürger, Unternehmer und Spediteure attraktiv halten und die Wohnungsnot vor allem in der Innenstadt durch intelligente und effiziente Nahverkehrsangebote abschwächen. In einem weiteren verabschiedeten Antrag setzt sich die Junge Union für sogenannte Mitfahrbänke an strategischen Punkten ein, sodass Autofahrer Passanten unterwegs auflesen und ein Stück mitnehmen können. Weiterhin hat sich die Junge Union Bremen dafür ausgesprochen die “die Pille” und vergleichbare Verhütungsmittel als Kassenleistung anzuerkennen, um so die Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau zu stärken. Einstimmig und mit viel Jubel wurde den Anträgen zugestimmt, illegal besetzte Gebäude innerhalb von 24 Stunden durch Polizeikräfte zu räumen und die von Hubertus Heil geplante einkommensunabhängige Grundrente abzulehnen. Im Bereich der Bildung setzt sich die Junge Union Bremen in zwei Anträgen dafür ein, eine bessere Vorbereitung auf die Zeit nach dem Schulabschluss zu gewährleisten, indem Schülerinnen und Schüler im Rahmen eines weiteren freiwilligen Praktikums Praxiserfahrungen sammeln können und weitere Informationstage über ein “selbstständiges Leben” nach der Schulzeit vorbereiten. Ebenfalls setzt die Junge Union Bremen sich für eine kostenlose (Bremen-Pass) bzw. kostengünstige (wenige Euro pro Stunde) Lerntherapie an öffentlichen Schulen zur Behandlung von Dyskalkulie oder Legasthenie ein.

Nach einem langen Tag der Wahlen, Reden, Beratung und Diskussion sieht sich die Junge Union nun sehr gut aufgestellt für den anstehenden Wahlkampf und die nächsten zwei Jahre. Bremen kann mehr ist auch für die Jugendorganisation nicht nur ein Slogan, sondern ein Anspruch an das eigene politische Handeln.

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