Junge Union Bremen lehnt Fahrradroute Am Wall ab

Der Bremer Senat unter Federführung der Senatorin Maike Schaefer (Grüne) hat den Bau einer sogenannten Fahrrad-Premiumroute Am Wall zwischen der AOK-Kreuzung und der Kunsthalle beschlossen. Der Vorsitzende der Kommission Wirtschaft, Häfen und Verkehr der Jungen Union Bremen, Johannes Klinckradt, kritisiert das Vorhaben an diversen Punkten:

„Dieses Projekt ist eine vertane Chance auf vielen Ebenen. Der Einzelhandel Am Wall ist auf die gute Erreichbarkeit durch PKWs aus Stadtteilen wie Borgfeld, Oberneuland, Schwachhausen oder auch Lilienthal angewiesen. Diese Erreichbarkeit wäre dann nicht mehr gewährleistet. Hier wird ausschließlich Klientelpolitik auf Kosten des Einzelhandels betrieben. Generell unterstützen wir den Vorschlag zur Schaffung neuer Fahrrad-Premiumrouten, aber wie bereits schon einmal deutlich gemacht, lehnen wir die Schaffung von sogenannten Protected Bike Lanes auf Kosten von Kfz-Spuren ab. Dadurch, dass aus nachvollziehbaren Gründen durch das Ostertorviertel keine direkte leistungsfähige Fahrbeziehung von der Tiefer-Kreuzung in Richtung Schwachhausen, Horn-Lehe, Vahr, etc. existiert, ist der Durchgangsverkehr auf den Wall und den Herdentorsteinweg angewiesen. Wer Verkehrsraum aufgibt, muss Alternativen schaffen. Die Alternative des Senats scheint in einer massiven Zunahme des Verkehrs durch das Ostertorviertel zu resultieren, wodurch hier die Aufenthaltsqualität stark eingeschränkt wird“

Johannes Klinckradt weist zudem darauf hin, dass die veranschlagten Fünf Millionen Euro für die Konjunktur einen geringen Effekt haben werden: „Der Senat hätte besser eine Beschleunigung zur Fertigstellung der A 281 erwirken können, für beteiligte Firmen und das gesamte GVZ wäre so eine große Wirkung erzielt worden.“

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