Prof. Dr. Ursula Männle zu Gast in Tutzing

In diesem Sommer bekam unser Kreisverband Besuch aus der Pfalz. Die JU Kaiserslautern-Land machte eine Sommerreise ins Fünf-Seen-Land.

Aus diesem Anlass nahm sich unsere ehemalige Landtagsabgeordnete Prof. Dr. Ursula Männle für uns Zeit. Seit 2013 steht sie nun bereits der Hanns-Seidel-Stiftung vor. Die CSU-nahe Stiftung ist in der politischen Bildung, der Erwachsenenbildung, und der Entwicklungshilfe tätig. Mit Büros in vielen Teilen der Welt trägt sie oft Eindrücke aus anderen Erdteilen zusammen, die dann in regelmäßig erscheinenden Schriften publiziert werden.

Frau Prof. Männle konzentrierte sich zunächst auf die Gesetzgebung und den Ursprung der Stiftungen in Deutschland. Dieser unterscheidet sich nämlich grundsätzlich von der amerikanischen Idee einer "Foundation". Nicht ein Nachlass oder große Vermögen legen die Grundlage für eine Stiftung, die politischen Stiftungen werden vielmehr staatlich gefördert. Dafür müssen sie aber auch eine gewisse Distanz zu der ihr nahestehenden Partei wahren und die breite Bevölkerung ansprechen. Dies geschieht überwiegend in den Bildungseinrichtungen der Stiftung. Zur Sprache kommt hierbei auch der schmerzhafte Verlust der Tagungsstätte Wildbad Kreuth.

Im Weiteren geht Frau Männle auf das Wirken der Stiftung im Ausland ein. Hier ist man vor Ort in der Regel in der Entwicklungshilfe und Entwicklungszuammenarbeit engagiert. Das geht oft über das Bildungsangebot und politische Verbindungsarbeit hinaus und schlägt sich in konkreten Projekten nieder. Sie berichtet auch von allerlei Anekdoten aus dem Leben der Stiftung. Sind bei der Auslandsarbeit oft die politische Gemengelage und die damit zusammenhängende Erteilung von Visa ein Thema, gilt es innehalb der Stiftung die oftmals hochdekorierten Führungsgremien an einen Tisch zu bekommen. Mit ihrer ruhigen und erfahrenen Art dürfte das für sie aber kein Problem sein.

« JU-Bezirksversammlung 2017 Der LK Starnberg aus der Perspektive der Wirtschaft »