Die Junge Union (JU) Ostholstein begrüßt, dass der ostholsteinische Kreistag heute die Anpassung der Satzung über die Erstattung der Schülerbeförderungskosten beschlossen hat. Damit werden ab dem kommenden Schuljahr Schüler der Klassenstufe 1 bis 10 für ihre Schulbusfahrkarten keinen Eigenanteil mehr zahlen müssen.

Besonders freut sich die Junge Union Ostholstein, dass der Kreistag auch weiterhin am „Ostholsteiner Modell“ festhält. Das bedeutet, dass Schüler nicht nur kostenlos den Weg von ihrem Zuhause zur Schule und zurückfahren dürfen, sondern auch außerhalb der Schule kostenlos Busfahren dürfen. Sei es zum Sport oder zu Freunden. Da aktuell auch das ÖPNV-Netz überarbeitet wird, werden viele Orte zukünftig noch besser vom Busverkehr angefahren werden. Damit wird nach Ansicht der JU Ostholstein die Attraktivität eines Aufwachsens auf dem Land auch weiterhin gewahrt.

Die Junge Union Ostholstein setzt sich auch weiterhin dafür ein, dass auch Oberstufenschüler und Berufsschüler kostenlos oder zumindest zu einem reduzierten Preis den ÖPNV nutzen können. Dennoch begrüßt die JU Ostholstein, dass der Kreistag nicht dem pauschalen Antrag der Kreis-SPD gefolgt ist, eine Förderung ohne Gegenfinanzierung zu beschließen. Hierzu erklärt der Kreisvorsitzende Marcel Kriwet: „Uns ist wichtig, dass alle Schüler nach Möglichkeit kostenlos den ÖPNV nutzen können. Nicht weniger wichtig ist uns aber auch, dass der Kreis Ostholstein nun nicht wieder sinnlos die Ausgaben erhöht, wieder Schulden aufbaut und erneut Konsolidierungskreis wird. Denn dann wären diese freiwilligen Leistungen wieder die Ersten, die gestrichen werden müssten. Das Motto der Kreis -SPD ‚raushauen, denn aktuell haben wir es ja‘ zeigt, dass die SPD aus der Konsolidierungsphase nichts gelernt hat.“

Die Junge Union Ostholstein setzt daher nun auf Unterstützung des Landes Schleswig-Holstein. Ein Arbeitskreis der ostholsteinischen Verwaltung mit Beteiligung des Kreistages hat ergeben, dass eine Busfahrkarte nach dem Vorbild der Schülerbeförderung für Klasse 1-10 (Nutzung im gesamten Kreisgebiet), ca. 1.200 Euro im Jahr kostet. Grund dafür ist das komplizierte Tarifnetz in Schleswig-Holstein. Indem dieses aber reformiert wird, könnten die Kosten gesenkt werden. Dann kann aus Sicht der Jungen Union Ostholstein auch der Kreis Ostholstein guten Gewissens eine dauerhafte Förderung aller Schüler beschließen. Dies käme auch den Oberstufenschülern und weiteren Buskunden zugute, da dadurch auch die Tarifnetze und somit die Kosten an die heutigen Verbindungen angepasst werden. Marcel Kriwet erklärt hierzu: „Nun ist das Land am Zug. Wenn es aktuell 9 Millionen Euro ausgeben möchte, um Schleswig-Holsteins Studenten durch das Land zu schicken, dann sollte es nun auch Geld in die Hand nehmen, damit es überhaupt Studenten aus Schleswig-Holstein gibt. Ein Bildungsabschluss wie das Abitur, der immer mehr zum Standard wird, darf nicht vom Geldbeutel abhängen. Hier muss das Land aktiv werden.“

« Auszubildendenwohnheime in Ostholstein errichten