Angesichts der Meldung vieler Gemeinden in Ostholstein über fehlenden Wohnraum erkennt die Junge Union (JU) Ostholstein die besondere Auswirkung auf Auszubildende. So konnten laut Aussage der Neustädter Verwaltung bereits erste Auszubildende mangels einer Wohnung ihre Ausbildung nicht beginnen.

Hierzu erklärt der Kreisvorsitzende der JU Ostholstein Marcel Kriwet: „In Zeiten, wo bereits viele Ausbildungsstellen unbesetzt bleiben, kann es nicht sein, dass willige Auszubildende ihre Ausbildung aufgrund fehlenden Wohnraums nicht antreten können. Kreis und Gemeinden müssen daher agieren, damit unsere Region auch weiterhin ein attraktiver Standort für junge Menschen bleibt.“

Zur Lösung dieses Problems schlägt der CDU-Nachwuchs die Errichtung von speziellen Auszubildendenwohnheimen nach dem Vorbild von Studentenwohnheimen vor. In Einzelappartements oder Wohnungsgemeinschaften (WG) sollen Auszubildende dort günstigen Wohnraum erhalten. Die Umsetzung kann nach Vorstellung der Jungen Union sowohl durch Kreis, Gemeinden und deren Wohnungsbaugesellschaft, aber auch Private erfolgen. Sollten Unternehmen bei der Errichtung eines Auszubildendenwohnheims entsprechend zur Finanzierung beitragen, wäre aus Sicht der JU Ostholstein möglich, diesen im Austausch eine Wohnung zur Vermittlung an ihre Auszubildenden fest zuzuordnen. In Hamburg wird ein entsprechendes Projekt auch durch die örtliche IHK gefördert.

Wichtig sei aus Sicht der JU Ostholstein, dass das Land Schleswig-Holstein hierzu Fördergelder anbietet. Dazu erklärt Marcel Kriwet: „Wenn das Land spezielle Förderprogramme für öffentliche und private Studentenwohnheime vorsieht, dann muss es diese auch für Auszubildende vorsehen. Die klassische Berufsausbildung ist keine Bildung zweiter Klasse. Eine einfache Verbuchung unter sozialem Wohnungsraum verkennt die besondere Bedeutung für die örtliche Wirtschaft und die besondere Bedeutung der Vermittlung von Wissen für eine spätere Arbeitsstelle.“

Profitieren würde aus der Sicht der Jungen Union auch die ostholsteinische Wirtschaft. Denn wer potenziellen Auszubildenden eine gute Aussicht auf eine bezahlbare Wohnung anbieten kann, der ist auch als Ausbildungsstätte attraktiv und hebt sich von der Konkurrenz in anderen Kreisen ab. Dadurch würde auch der Wirtschaftsraum Ostholstein attraktiver werden. Wer zudem hier eine Ausbildung gemacht hat, der wird eher auch dauerhaft in Ostholstein wohnen bleiben. Damit würde in der Folge auch der Bevölkerungsrückgang in Ostholstein effektiv angegangen werden.

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