„Mehr Mut für die Zukunft“ fordert die stellv. CDU-Bundesvorsitzende Silvia Breher MdB

Osnabrück-Emsland. Erstmals in der Geschichte des Bezirksverbandes der Jungen Union (JU) Osnabrück-Emsland wurde ein Bezirksdelegiertentag (BDT) nicht physisch vor Ort, sondern online via Videokonferenz abgehalten. Dabei wurden auch die turnusmäßigen Vorstandswahlen abgehalten, wo Malte Kramer erneut als Bezirksvorsitzender des mit fast 1.600 Mitgliedern größten Verbandes in Niedersachsen wiedergewählt wurde.

„Corona hat uns vor großen Herausforderungen stellt, aber wir konnten den JU-Delegierten ein digitales Format mit Videokonferenz und Abstimmungsmechanismen bieten“, resümiert der JU-Bezirksgeschäftsführer Matthias Effenberger am Ende des ersten digitalen BDTs. Nach einem einstimmigen Beschluss des Bezirksvorstandes eine Woche zuvor, erfolgte eine Umladung aller Delegierte und Gäste von der geplanten Präsenzveranstaltung in Meppen zu einer Videokonferenz. Dazu wurde das Programm verändert, damit es an die neuen Gegebenheiten passt. So trafen sich 80 Delegierte und Gäste zum virtuellen Treffen des Parteinachwuchses.

JU-Bezirksvorsitzender Malte Kramer dankte den Teilnehmern für ihr Verständnis für die digitale Durchführung. Der JU-Bezirksvorstand reagierte damit auf den Anstieg der Corona-Infektionen vor allem im Emsland und der Grafschaft Bentheim. Besonders freute sich Kramer über die digitale Zuschaltung der stellv. CDU-Bundesvorsitzenden Silvia Breher MdB aus Cloppenburg. Silvia Breher zeigte sich überrascht von der Qualität des digitalen Treffens. „Ihr demonstriert beispielhaft, wie man die digitalen Möglichkeiten heute anwendet und so Zeichen für die Corona-Schutzmaßnahmen trefft.“ Im weiteren Verlauf Ihres Impulses ging Breher näher auf die kommenden Wochen der Bundespartei ein. Sie verwies auf die großen Anstrengungen der Satzungs- und Strukturkommission, die zur Erneuerung der CDU führen sollen. „Es ist wichtig, dass wir diese Diskussionen, insbesondere auch zum Grundsatzprogramm, so zeitnah wie möglich nachholen“, so die Cloppenburger Bundestagsabgeordnete. „Wir müssen deutlich machen, dass die CDU die richtigen Lösungen für die zukünftigen Herausforderungen der Menschen hat, die sich im Bereich der Digitalisierung, Klimaschutz und durch neue Innovationen ergeben. Hier müsse die CDU unbedingt Mut beweisen und Geschlossenheit demonstrieren.“ Malte Kramer dankte Breher für den erfrischenden Vortrag und die Beantwortung der Fragen der Delegierten.

Nach seinem Bericht und der Entlastung des Vorstandes bewarb sich Malte Kramer erneut für das Amt des Bezirksvorsitzenden. Der 31-jährige Nordhorner Jurist wurde mit über 93 % der Stimmen von den Delegierten über das Tool OpenSlides in geheimer Wahl in seinem Amt bestätigt.

Als stellvertretende Bezirksvorsitzende kandidierten Benedikt Lücken (32 Jahre – Richter) aus dem Kreisverband Meppen, die Osnabrückerin Jessica Bayer (29 Jahre – ausgebildete Gesundheits- und Krankenpflegerin / Studentin) sowie Matthias Effenberger (31 Jahre – Business Analyst / gelernter Sparkassenfachwirt) aus dem Kreisverband Osnabrück-Land. Effenberger wurde mit einer Mehrheit von 95,89 %, Lücken mit 86,11 % und Bayer mit 81,69 % der Stimmen als Stellvertreter/-in gewählt.
Zum neuen Bezirksgeschäftsführer wählten die Delegierten mit 95,83 % der Stimmen Max Fockenbrock (25 Jahre / Student) aus Lingen (Ems). Neuer Bezirksschatzmeister ist mit 93 % der Delegiertenstimmen Heinz Möddel (34 Jahre / Wissenschaftlicher Mitarbeiter) aus der Grafschaft-Bentheim und neue Bezirksschriftführerin ist Michaela Führs aus dem Kreisverband Aschendorf-Hümmling mit einem Ergebnis von 93,24%. Der Lingener Simon Göhler (31 Jahre – Verwaltungsbeamter) wurde 94,51% als Pressesprecher wiedergewählt.
Als Beisitzer wurden Brit Filies (26 Jahre – Studentin), Gerke Feindt (20 Jahre – Studentin), Lukas Havliza (27 Jahre – Betriebswirt), Matthias Escher (25 Jahre – IT-Systemadministrator), Paul-Josef Bodensieck (17 Jahre – Schüler) und Philipp Kleymann (20 Jahre – Student) gewählt.

Es wurde aber nicht nur gewählt, sondern auch digital über Sachanträge diskutiert. So fordern die Jungunionisten den Bundesverkehrsminister sowie die Verkehrsministerkonferenz auf, die gegenseitige Anerkennung des „Begleitenden Fahrens ab 17“ in Deutschland und des niederländischen Modells „2toDrive“ auf den Weg zu bringen. Weiterhin fordert die JU ein generelles Überholverbot für Lastkraftwagen (LKW) über 7,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht auf Land- und Bundesstraßen, sowie zweispurigen Autobahnen. Aber auch das Thema Plattdeutsch stand auf der Tagesordnung. Der Antrag für eine Entwicklung einer Sprachlern-App für Plattdeutsch wurde angenommen.

Malte Kramer dankte für die gute Disziplin nach über vier Stunden Tagung und versprach, die aufgrund der Programmverkürzung nicht behandelten Themen und Gäste zu neuen Veranstaltungsformaten einzuladen.

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