Die junge Generation Kempens vor einem nichtkalkulierbaren Schuldenberg schützen

Die junge Generation Kempens vor einem nichtkalkulierbaren Schuldenberg schützen:
Junge Union Kempen lehnt städtische Übernahme der Kempener Burg ab

Die Idee einer öffentlich-zugänglichen Bürgerburg von Bürgermeister Volker Rübo erweckte zunächst eine hohe Attraktivität, auch auf Seiten der Jungen Union Kempen. Die öffentlichen Diskussionen in den letzten Monaten hat die JU jedoch auch kritisch verfolgt, mit dem aktuellen Gutachten der Firma Assmann wurden die Bedenken der Kempener Jungpolitiker jetzt bestätigt.
„Nach dem Assmann-Gutachten steht für uns als Junge Union fest: Eine städtische Übernahme der Kempener Burg ist nicht tragbar“ sagt der Vorsitzende der Kempener Jungen Union, Gero Scheiermann. Die JU Kempen spricht sich damit klar gegen jegliche Übernahme der Kempener Burg durch die Stadt Kempen aus. Auch die Möglichkeit einer städtischen Übernahme mit anschließender Vermarktung ist mit einem zu hohen Risiko durch die Investorensuche verbunden.
Die Junge Union Kempen sieht – insb. vor dem Hintergrund der dringenden Pflichtaufgaben – drei Hauptgründe, die gegen eine Übernahme der Burg durch die Stadt Kempen sprechen:
- Die horrenden Sanierungskosten und nicht kalkulierbaren laufenden Kosten
- Der nicht zu bewerkstelligende Planungsaufwand durch die Kempener Verwaltung
- Das Komfortkonzept „Bürgerburg“ als redundante Einrichtung

Eine Sanierung in Höhe von ca. 10 Mio. Euro würde den städtischen Haushalt zu sehr belasten. „Wir haben in den kommenden Jahren viele Pflichtausgaben zu erfüllen, die eindeutig Vorrang haben: Schulcampussanierung, KITA-Ausbau, Planung/Vermarktung neuen Wohnraums sowie Rathausbau/-sanierung. Da können wir uns die Kempener Burg schon allein haushaltstechnisch einfach nicht leisten.“ teilt der Vorsitzende der Jungen Union Kempen, Gero Scheiermann, mit. Nicht zu vernachlässigen sind natürlich auch die laufenden Kosten, die die Burg wohlmöglich zu einem finanziellen „Fass ohne Boden“ machen würden.
Aufgrund der Pflichtprojekte wird das städt. Bauamt in den nächsten Jahren weiterhin ausgelastet sein und kann eine Burgsanierung möglicherweise nur zu Lasten dieser Projekteleisten. Dies ist sicherlich nicht im Sinne der KITA- und Schulkinder, der Häuslebauer sowie des städt. Personals.
Das angestrebte Konzept der „Bürgerburg“ von Bürgermeister Volker Rübo wurde seitens der Jungen Union zunächst positiv aufgenommen, jedoch handelt es sich dabei nach Ansicht der Jungen Union um ein Komfortprojekt: Für alle vorgesehenen Einrichtungen/Institutionen (Standesamt, Veranstaltungsräume, etc.) gibt es bereits vorhandene Einrichtungen und würden sich auch andere Räumlichkeiten finden lassen. Diese – auch seitens der Kempener Bevölkerung geäußerten – gewünschten Vorstellungen einer öffentlich-zugänglichen Burg sollte Landrat Dr. Andreas Coenen in mögliche Gespräche mit potenziellen Investoren einfließen lassen. Ein Hotel mit Trauzimmer und Veranstaltungsräumen wäre sicherlich im Sinne einer öffentlichen Nutzung und eine Bereicherung für Kempen. Der Landrat sollte hier im engen Austausch mit dem Kempener Rat und der Verwaltung in die
Verhandlungen mit zukünftigen Investoren einsteigen. Die Stadt Kempen als Ankermieter in einer vom Kreis geführten Burg wäre sicherlich eine prüfbare Lösung.

Die vorgebrachten Argumente wird die Junge Union Kempen in den kommenden Tagen in die fortlaufenden Beratungen der Mutterpartei CDU einbringen.

Die Junge Union Kempen ist mit knapp 100 Mitgliedern die stärkste politische Jugendorganisation in Kempen. Die Junge Union Deutschlands (JU) ist die gemeinsame Jugendorganisation der beiden deutschen Parteien CDU und CSU.

Pressemitteilung vom 10.01.2018

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