Junge Union besucht letzten Weinberg im Lahn-Dill-Kreis

Zehn Mitglieder der Jungen Union (JU) Solms-Braunfels-Leun besuchten am Montag, 22.09.2014, die Tiefenbacher Winzergemeinschaft e.V. und informierten sich über die Geschichte und Arbeit des Vereins.


Nachdem der Tiefenbacher Weinberg im dreißigjährigen Krieg aufgegeben und mit Klee eingesät wurde, stellte man den an der Lahn schon seit dem 13. Jahrhundert bestehenden Weinanbau ein und der Berg bekam den Namen „Kleeberg“, den er bis heute trägt.

Mit Aufkommen der Reblaus zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde der damals sechs Hektar große Weinberg als „Rebensperranstalt“ wiederbelebt, auf dem mit einer reblausresistenten Unterlage Experimente durchgeführt wurden.



Im Vorfeld der 750-Jahrfeier gründete sich 1994 die Winzergemeinschaft, die heute über 40 Mitglieder zählt, um an die Weintradition im Lahntal zu erinnern.
In wöchentlichen Arbeitseinsätzen bewirtschaften die Vereinsmitglieder den heute noch ca. 2500qm großen Südhang von dem jährlich zwischen 500 und 1400 Liter Dornfelder und Riesling produziert werden können.


Nachdem Manfred Bernhardt und Stefan Hagner den Teilnehmern am Weinberg einen Einblick in die Historie des Weinanbaus in Tiefenbach gegeben hatten und die interessierten Nachwuchspolitiker den Dornfelder kosten konnten, folgte ein Besuch der Kellerräume der Winzer. Dort bestaunten die jungen Christdemokraten vier große Weinfässer, die Traubenpresse und die Abfüllmaschine.

Organisator und stellvertretender JU-Vorsitzender Simon Kranz aus Tiefenbach dankte den Vereinsmitgliedern für den engagierten Einblick in die Arbeit des Vereins.

„Die Tiefenbacher Winzergemeinschaft leistet eine wertvolle Arbeit zur Bewahrung der Kultur und Tradition unserer Region. Gerade im Zuge der unaufhaltsamen Globalisierung ist es wichtig und schön, dass regionale Eigenheiten und Besonderheiten für die Gegenwart und Zukunft bewahrt werden, um die eigene Identität erhalten zu können!“, so Kranz in seinem Fazit.

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