Die Junge Union Wuhletal hat einstimmig beschlossen, einen Antrag in die BVV-Sitzung im Juli 2017 einzureichen der eine Kostenbefreiung von Stolpersteinverlegungen in Marzahn-Hellersdorf erreichen soll.

Auch in Marzahn-Hellersdorf gab es zahlreiche Opfer des Nationalsozialismus. Neben den antijüdischen Deportationen wurden im „Zwangslager Berlin-Marzahn“ ebenso Sinti und Roma unmenschlich untergebracht. Diese wurden sogar nach Auschwitz deportiert. Mit der Verlegung von Stolpersteinen gibt es die Möglichkeit an die Leidtragen der Verbrechen der 1930er und 1940er Jahre in Deutschland zu Gedenken.

Die Verlegung eines Stolpersteines kostet aktuell um die 120 € und nach Aussagen des Bezirksamts sind bezirksweit 29 Stolpersteine verlegt. Die Kosten hierfür werden häufig von Angehörigen / Nachfahren der Opfer getragen. Pro Jahr gibt es eine sehr geringe Neuanzahl an Steinen, die Kosten für den Bezirk wären also eher im unteren, dreistelligen Betrag anzusehen. Der Bezirk unterstützt aktuell nur im Rahmen von Recherchen bzw. hilft bei der Anmeldung von Steinen. Deshalb wird der Vorsitzende der Jungen Union und Bezirksverordnete der CDU-Fraktion in Marzahn-Hellersdorf Robert Kovalev in der Juli-Sitzung der BVV einen Antrag zur Kostenbefreiung einreichen.

Der Mitinitiator des Antrages und stellvertretende Kreisvorsitzende Timm Schmidt: „Ich finde es sehr unangemessen, dass die Nachfahren für die Kosten aufkommen müssen. Angehörige die ein Leben lang den Schmerz des Verlustes erleben, sollten sich nicht noch über eine ausreichende Finanzierung Gedanken machen müssen.“

Für Nachfragen stehen wir ihnen gerne zur Verfügung.

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