Junge Union Walldürn informiert sich aus erster Hand

In dem von der Jungen Union Walldürn (JU) erarbeiteten Leitbild „Walldürn 2020“, setzt sich diese intensiv mit dem für Walldürn bedeutenden Thema der Wirtschaftsförderung auseinander. Als logische Konsequenz daraus informierten sich die Mitglieder am 06. Mai beim Wirtschaftsförderer des Gemeindeverwaltungsverbands Hardheim-Walldürn über Strukturen, Analysen und Prognosen sowie möglichen Maßnahmen und Aktionsplänen für den Standort.

Fabian Berger teilte bei der Eröffnung der Veranstaltung mit, dass er sich freue Herrn Meikel Dörr, Konversionsbeauftragter und zertifizierter Wirtschaftsförderer beim Verwaltungsverband, heute Abend zu der Veranstaltung begrüßen zu dürfen. Weiter führte er aus, dass der Gemeindeverwaltungsverband Hardheim-Walldürn mit seinen rund 21.150 Einwohnern als kooperierendes Unterzentrum eine höhere Bedeutung im Neckar-Odenwald-Kreis hat, als es eine der Mitgliedsgemeinden alleine könnte.

Durch die jüngste Bundeswehrstrukturreform steht die Schließung mehrerer Dienststellen im Walldürner Ortsteil Altheim sowie im benachbarten Hardheim an. Aufgrund der prognostizierten Auswirkungen auf die Bevölkerung und Wirtschaft sowie auf die vorhandenen Infrastrukturen und den kommunalen Finanzen, wurde das Themengebiet der Konversion dem Aufgabenbereich der Wirtschaftsförderung angegliedert. Die Schließung der Depots und der Kaserne bringe nicht nur einen Stellenabbau mit sich, so der Konversionsbeauftragte. Viel mehr sei auch ein schwinden der Kaufkraft und eine Veränderung auf dem Wohnungsmarkt zu erwarten. Des weiteren sei gerade die Bundeswehr einer der größten Auftraggeber für die hiesige Handwerkerschaft. Diesen und weiteren Auswirkungen gilt es frühzeitig entgegen zu wirken.

Wie dem Vortrag weiter zu entnehmen war, haben sich Bedeutung und Aufgaben der Wirtschaftsförderung in den letzten Jahren deutlich verändert. Meikel Dörr führte aus, dass Wirtschaftsförderung nunmehr als eine umfassende Standortentwicklung zu sehen sei. Hierbei bietet der Gemeindeverwaltungsverband mit seiner Wirtschaftsförderung eine umfassende und ressortübergreifende Dienstleistung für die örtliche Wirtschaft an. Als „One-Stop-Agency“ stehe der Verwaltungsverband insbesondere den Unternehmen im interkommunalen Verbandsindustriepark Walldürn bei Anträgen und Anfragen mit Rat und Tat zu Seite.

Als Ziele des Gemeindeverwaltungsverbands im Bereich Wirtschaftsförderung nannte Wirtschaftsförderer Dörr die Sicherung bestehender und Schaffung neuer Arbeitsplätze, die Sicherung und Verbesserung der Wirtschafts- und Finanzkraft, sowie die Schaffung eines ausgewogenen Branchen-Mix.

Zum Abschluss der Veranstaltung bedankte sich Fabian Berger bei den Anwesenden für das rege Interesse und die aufschlussreiche Diskussionsrunde. Ebenso dankte der Meikel Dörr für den Einblick in dessen Tätigkeit und die Informationen über die Verflechtungen des Aufgabengebiets.

„Die Wirtschaftsförderung, welche auf der Ebene des Gemeindeverwaltungsverbands eine hervorragende Arbeit leistet, muss von den politischen Gremien weiter gestärkt werden.“, so das Fazit des Gemeinderatskandidaten Fabian Berger. Weiter führte er aus, dass man sich überlegen müsse, wie man die Wirtschaftsförderung auch für den Bereich Walldürn ausbauen kann. Die Arbeit von Herrn Dörr bezieht sich auf die Konversion sowie die dem Gemeindeverwaltungsverband zugewiesenen Flächen. Fabian Berger stellt abschließend fest, dass Walldürn in diesem Bereich einen konkreten Bedarf hat und verwies dabei exemplarisch auf die Leerstände im Innenstadtbereich.

Hier finden Sie die Präsentation von Meikel Dörr:
Präsentation zum Vortrag von Meikel Dörr

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