JU Darmstadt bescheinigt Stadtregierung gute Arbeit, findet aber auch deutliche Kritik


Bei ihrer Mitgliederversammlung am vergangenen Freitag (13.2.2015) hat die Junge Union Darmstadt auf das vergangene Geschäftsjahr geblickt und Weichen für die Kommunalwahlen 2016 gestellt.

In seinem Rechenschaftsbericht bedankte sich der Vorsitzende Paul Georg Wandrey bei allen Mitgliedern aber auch der Unterstützung durch die anderen Verbände, den Landesverband, die örtliche CDU und die Landtagsabgeordneten. Doch der Dank ging auch an die beiden Stadtverordneten der JU, Andreas Heckmann und Manuel Krenzke, da viele Forderungen aus dem JU-Wahlprogramm von 2011 umgesetzt würden. Vor allem bei der Kinderbetreuung seien „Quantensprünge gelungen, die niemand früher für möglich gehalten hätte.“ Auch durch die stetig voranschreitende Straßensanierung und die Schaffung von Wohnraum habe sich für die Bürger einiges zum Positiven verbessert. Dass nun auch die von der Jungen Union geforderte S-Bahn-Anbindung der Lichtwiese in Aussicht steht und somit eine klaffende Lücke geschlossen wird, freue Wandrey ausdrücklich.

Doch Wandrey fand auch sehr deutliche Worte für das was der Jungen Union in der Darmstädter Politik übel aufstößt. Dass der Neubau des Böllenfalltors angegangen wird, sei mehr als erfreulich, die jetzt aufkommenden Rückschläge und sich anbahnenden Mehrkosten, wären jedoch absehbar und damit vermeidbar sein können. Auch bei der Schulbausanierung ginge einiges voran, allerdings müsse sehr darauf geachtet werden, dass insbesondere die Auszubildenden und Berufsschüler angemessen untergebracht werden.

Richtig in Fahrt geriet Wandrey jedoch beim Thema Verkehr und Parkraum. Natürlich hatte man sich von Anfang an denken können, dass hier die Knackpunkte in einer grün-schwarzen Koalition liegen würden, jedoch müsse sich die CDU „als Vertreter aller Verkehrsteilnehmer verstehen, also den Radfahrern, den ÖPNV-Nutzern und den Autofahrern.“ Zwar hatte die Junge Union 2011 ebenfalls ein sicheres Radverkehrswegenetz und den Ausbau des ÖPNV gefordert, aber dies dürfe nicht mit einer Bestrafung der Autofahrer einhergehen. Besonders deutliche Kritik fand Wandrey für den geplanten Parkplatzschlüssel in der Lincoln-Siedlung, der ganz klar an der Realität der Menschen vorbeiginge und forderte erhebliche Nachbesserung.

Mit Blick auf die Kommunalwahlen im Frühjahr 2016 forderte Wandrey auch von der Partei Nachbesserungen. Man müsse näher zu den Bürgern; mehr reden, zuhören, informieren und diskutieren. Außerdem müssten mehr Möglichkeiten für die eigenen Mitglieder geschaffen und neue Mitglieder schneller in die Parteiarbeit integriert werden. Diese Problemfelder nannte Wandrey als Motivation der Jungen Union auch für die nächste Kommunalwahl in einem Mitmachprozess ein eigenes Programm zu entwickeln und auch bei den Kandidaten ein breites Angebot zu machen. Als Spitzenkandidaten der Jungen Union werden Wandrey selbst und sein Stellvertreter Daniel Schwarz ins Rennen gehen.

In ihren Grußworten dankten Karin Wolff MdL, der Landesvorsitzende Dr. Stefan Heck MdB, der Bundesvorsitzende des Jungen Wirtschaftsrats Dr. Alexander Bode und die Vorsitzenden aus den Nachbarverbänden der Jungen Union Darmstadt für ihre hohe Aktivität und insbesondere die Demo für Israel im vergangenen Jahr. Im Gegenzug erhielt Heck, der als einer von neun Abgeordneten, der Rente mit 63 eine Absage erteilt hatte, lauten Applaus.

Bei den Neuwahlen des Kreisvorstandes erhielt Wandrey 100% der Stimmen, als Stellvertreter wurden Lukas Fortmann und Daniel Schwarz gewählt, Schatzmeister bleibt Jan Niklas Engel, Pressesprecherin Julia Frenzel. Als Geschäftsführer wurde erstmals Andreas Depta in den Vorstand gewählt. Komplettiert wird der Vorstand durch die Beisitzer Sebastian Junker, Anne Franziska Jähn, Andreas Birkin, Maschal Hühner und Jannis Tippmann.

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