Aktuelles
JU Darmstadt fordert mehr Verbraucherschutz im Internet

· ·

Darmstädter stellen auf dem JU Deutschlandtag einen Antrag, der Abofallen im Internet erschweren soll

Die Junge Union Darmstadt wird bei dem Deutschlandtag der Jungen Union auch inhaltlich mitwirken. Unter anderem wird ein Antrag gestellt, der es Betrügern im Internet erschweren soll, Abofallen zu verkaufen. "Oftmals sind sich Internetnutzer nicht im Klaren, dass sie unbeabsichtigt ein Abonnement abschließen, vor allem nicht bei Pop-Up Fenstern, auf die man leider nur zu schnell aus versehen klickt. Den anschließenden Zahlungsaufforderungen gehen die meisten nach, um kein Risiko einzugehen. Das wiederum zeigt: Der Verbraucher ist im Internet nicht ausreichend geschützt.", so der Vorsitzende der Darmstädter JU, Jan Niklas Engel. Aus dem Kreisverband kam der Vorschlag, bei Abschließen eines Abonnements eine zusätzliche, schriftliche Zustimmung akzeptieren zu müssen. Bei Mobilfunkgeräten und Smartphones via SMS. Diese sollte in jeden Fall von unabhängiger Seite eingehen, zum Beispiel vom Mobilfunkanbieter. "Es ist wichtig, dass wir uns im digitalen Zeitalter genauso gut für die Verbraucher einsetzen können, wie wir es seit Jahren im analogen Leben gewohnt sind. Auch das Internet braucht Regeln, unser Antrag soll das hinreichend bekannte Problem beheben, um weiteren Missbrauch zu verhindern.", schließt Engel.

Im folgenden ist der Antrag in Gänze aufgeführt.

Erschweren von WAP-Abofallen
Die Junge Union Deutschlands fordert die Bundesregierung dazu auf, das Betreiben von WAP-Abofallen gesetzlich oder regulatorisch zu erschweren. Dazu soll vor dem Abschluss eines kostenpflichtigen Abonnements via WAP-„Mobile Operator Billing“ eine schriftliche Bestätigung (z.B. per SMS) des Nutzers erforderlich gemacht werden.
Die Bestätigung muss durch den rechnungsstellenden Dienstleister des Nutzers eingeholt werden. Der Dienstleister muss den Nutzer im Voraus über den Namen des Anbieters und seiner Leistung (des Abonnements) sowie die Zahlungsmodalitäten (Preis, Frequenz) und Kündigungsmöglichkeiten informieren.
Ein gleichlautender Antrag soll auf dem nächsten Bundesparteitag der CDU gestellt werden.
Begründung:
Die Verbreitung der Werbung auf mobilen Websites und in Apps, die Smartphone-Nutzer meist ungewollt zum Abschluss der Abonnements führt, nimmt stetig zu. Durch die weit verbreitete Vermietung digitaler Werbeflächen an sogenannte Werbe-Netzwerke hat der Betreiber einer Website bzw. der Entwickler einer App nur eingeschränkte Möglichkeiten, solche Werbung auf seinen Werbeflächen zu verhindern. Dadurch wird diese Art von Werbung beispielsweise auch an Nutzer der mobilen Portale großer deutscher Medien ausgeliefert. Häufig lassen sich die Werbe-Popups nicht ohne einen Abschluss des Abonnements oder Beenden des Browsers schließen.
Für die Zahlungsart "Mobile Operator Billing" in der verwendeten Form als Abonnement gibt es kaum legitime Anwendungsfälle. Um die weitere Verbreitung des zweifelhaften Geschäftsmodells einzudämmen, fordert die Junge Union deshalb, gesetzlich oder regulatorisch festzulegen, dass vor der ersten Transaktion eine schriftliche Bestätigung des Nutzers eingeholt werden muss.

« JU Darmstadt positioniert sich in der aktuellen Rentendebatte JU Darmstadt setzt sich für nachhaltige Elektromobilität ein »