CDU-Nachwuchs sieht zweigliedriges Modell als beste Lösung an

Bremen • Der Landesverband der Jungen Union Bremen spricht sich gegen eine strikte Rückkehr zum Abitur nach neun Jahren (G9) aus. „In der Diskussion um die Dauer des gymnasialen Bildungsgangs befürworten wir das zweigliedrige Modell, wie es die neue Landesregierung in NRW umsetzen wird. Hiernach können Schulen, die sich weiterhin für das G8-System aussprechen, dieses beibehalten“, so Philipp van Gels, Landesvorsitzender der JU Bremen. „Bremen verfügt über zu wenig Lehrkräfte, eine flächendeckende Ausdehnung auf G9 würde das Problem nur verschlimmern. Aktuell haben wir keine hundertprozentige Unterrichtsversorgung. Wenn der ganze Unterricht in der Oberstufe sowieso ersatzlos gestrichen wird, brauchen wir auch nicht über eine Rückkehr zu G9 diskutieren. Ebenfalls sollte man hierbei die Bedürfnisse aller Schüler berücksichtigen. Ein grundsätzliches G9 würde begabten Schülern ausschließlich die Möglichkeit lassen, eine Klassenstufe zu überspringen“, so van Gels. „Außerdem wird das G8-System auch von einer nennenswerten Anzahl an Schülerinnen und Schülern, Eltern und Lehrkräften befürwortet. Darüber hinaus ist es zwingend notwendig, dass das Sitzenbleiben wieder eingeführt wird. Die hohe Durchfallquote der Abiturienten aus Bremen ist daher nicht verwunderlich.“

Der Spitzenkandidat der CDU Bremen, Carsten Meyer-Heder, hatte sich im Weser-Kurier am Samstag für ein Abitur nach neun Jahren ausgesprochen.

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