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Junge Union kritisiert Verzicht auf Elektromobilitätskonzept

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„Die Grünen wollen nicht nur den Verbrennungsmotor verbieten, sondern das Auto an sich.“

Der Landesverband der Jungen Union Bremen kritisiert den bewussten Verzicht auf ein Elektromobilitätskonzept. Zum wiederholten Mal zeigt der Sprecher des Bremer Umweltressorts, Jens Tittmann, wie realitätsfern und inkompetent im Ressort entschieden wird. Am 26. September sagte Tittmann gegenüber dem Weser Kurier, dass Bremen in der Elektromobilität die gleichen Probleme wie bei Diesel- und Ottomotoren sehe und diese daher nicht fördern werde, sondern stattdessen von einer autofreien Stadt träume. „Dies zeigt, dass die Grünen nicht nur den Verbrennungsmotor verbieten wollen, sondern das Auto an sich“, so das Mitglied des Bremer Landesvorstands Kjell Menke. „In der Tat müssen die Batterieproduktion und der Strommix bezüglich der Umweltfreundlichkeit einbezogen werden. Ein Elektroauto ist dennoch emissionsärmer als ein Verbrenner. Die in den nächsten Jahren exponentiell zunehmende Massenproduktion von Autobatterien wird den Kohlenstoffdioxidausstoß deutlich senken. Außerdem wird der Strom immer mehr aus regenerativen Quellen gewonnen, sodass ein Elektroauto mit jedem Tag noch umweltfreundlicher wird.“. Der angehende Wirtschaftsingenieur fügt hinzu: „Diese Ideologen vergessen, dass nicht jeder Mensch nur noch Fahrradfahren möchte, sondern das eigene Auto schätzt. Doch wenigstens ist Bremen so einmal Vorreiter, auch wenn diese Rolle der Stadt nachhaltig Schaden zufügen wird.“. Der Umweltressortsprecher Tittmann erwähnte außerdem, dass nicht Bremen, sondern der Bund für eine Strategie zuständig sei. „Andere Städte wie z. B. Oldenburg oder Delmenhorst bringen die Elektromobilität voran, das Land Niedersachsen elektrifiziert unter hoher Förderung des Bundes sogar die Polizeiflotte. Nur Bremen verweigert sich und hält elektrifizierte Polizeifahrzeuge für nicht möglich“ entgegnet Menke, der sich auf dem letzten CDU Landesparteitag für Elektro- und Hybridautos in Verwaltung, Behörden und öffentlichem Dienst einsetzte. Der Bremer Umweltsenator Joachim Lohse sagte zudem, die deutschen Autobauer hätten die Elektromobilität verschlafen. Hierzu Menke: „Es ist interessant, wie der Senator die Schuld bei anderen sieht. Besonders, da der größte private Arbeitgeber in Bremen die Daimler AG mit einem Mercedes Benz Werk – nach Produktionsanzahl sogar das größte des Konzerns – ist. Wie will der Senator der Werksleitung und den dort Beschäftigten sagen, dass er keine Zukunft in Autos sehe? Vielleicht wird dort zukünftig auf e-Bikes umgestiegen.“.

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