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Siegerland Flughafen ist ein wichtiger Teil der regionalen Infrastruktur

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Junge Union Siegen-Wittgenstein setzt sich für den Erhalt des Flughafens ein

Die Junge Union hat sich vor Ort über die Zukunft des Siegerland Flughafens informiert. Neben einer Führung über das Flughafengelände besichtigen die jungen Christdemokraten auch die dort ansässige Firma Air Alliance. Das Unternehmen führt technisch hochmoderne Wartungen von Flugzeugen durch, verkauft Neu- und Gebrauchtflugzeuge, verfügt über eine eigene Flugschule und ist ein weltweit führender Anbieter für Ambulanzflüge. Vor kurzem wurde das Unternehmen in diesem Bereich sogar als weltweit bestes Unternehmen im Jahr 2017 ausgezeichnet.

Im Gespräch mit Henning Schneider, dem Geschäftsführer der Siegerland-Flughafen GmbH, wurde deutlich, dass momentan viel unternommen wird, um den Flughafen zukunftsfähig zu machen. Aus Sicht der JU hat der Flughafen zudem eine sehr wichtige Bedeutung für zahlreiche Unternehmen und Arbeitnehmer im gesamten Kreisgebiet. „Es wird gegenwärtig von allen Seiten betont, dass wir unsere lokale Infrastruktur verbessern müssen. Das man dann im gleichen Zusammenhang den Flughafen in Frage stellt, passt nicht zusammen. Viele Unternehmen bekommen Ihre Aufträge nur, weil sie auf den Siegerland Flughafen zurückgreifen können, um ihre Ware schnell und sicher zu transportieren. Das darf man nicht aufs Spiel setzen“, so Johannes Winkel, Geschäftsführer der JU Siegen-Wittgenstein.

Den neu gegründeten Förderverein „Siegerland Flughafen Dreiländereck“ begrüßt die Junge Union ausdrücklich. Der Förderverein macht deutlich, dass die Wirtschaft hinter dem Flughafen steht und sich nachdrücklich für den Erhalt ausspricht. Am Flughafen und an den angrenzenden Gewerbegebieten sind momentan 24 Unternehmen mit rund 660 Beschäftigten vertreten. Der Flughafen sorgt überdies aber für den Erhalt von zahlreichen Arbeitsplätzen in der ganzen Region. Fällt der Flughafen weg, fehlt Siegerland und Wittgenstein ein weiteres Argument um Unternehmen für die Region zu gewinnen.

Dass sich der Landrat nach wie vor nicht zu einem klaren Statement für den Erhalt des Flughafens bewegen konnte, ist aus Sicht der Jungen Union durchaus bedenklich. Wenn in anderen Bereichen Arbeitsplätze gefährdet sind, versucht sich die Spitze der Kreisverwaltung so darzustellen, als stehe sie an der Seite der Arbeitnehmer. Aus diesem Grund hat die JU zumindest die Hoffnung, dass der Landrat sich nunmehr klar zum Flughafen bekennt. Dass der Landrat allerdings tatsächlich gehofft hatte, dass andere Kreise den Flughafen finanziell unterstützen, spricht aus Sicht der Jungen Union für sich.

Dass der Siegerland Flughafen einen volkswirtschaftlich nachgewiesenen Nutzen für die Region hat, ist unbestritten. Aus diesem Grund sollte es dem Kreis auch wert sein, den Flughafen finanziell zu unterstützen. „Nur mit Investitionen in Kunst und Kultur können in unserer Region keine Arbeitsplätze erhalten werden“, kritisiert der JU Kreisvorsitzende Benedikt Büdenbender die aktuelle Situation. „Der Flughafen erwirtschaftet Steuern und Sozialbeiträge in Höhe von 15,6 Millionen Euro, die Bruttowertschöpfung beträgt 40,6 Millionen Euro. Wenn der Flughafen tatsächlich geschlossen werden sollte, verliert der Kreis Siegen-Wittgenstein weit mehr als vielen vielleicht momentan bewusst ist“.

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