JU und CDA sehen Zusammenarbeit mit Linksradikalen kritisch

Zum ersten Mal organisieren der Deutsche Gewerkschaftsbund und das Siegener Linksbündnis „Heraus zum Roten 1. Mai“ eine gemeinsame Kundgebung am Tag der Arbeit. Aus Sicht der Jungen Union sowie der CDA Siegen-Wittgenstein ist dies sehr erstaunlich, da der DGB als überparteiliches Gremium eigentlich zur Neutralität verpflichtet ist. Dass der Gewerkschaftsbund sogar mit einem Bündnis zusammenarbeitet, dem Linksradikale angehören und dessen Mitglieder teilweise vom Verfassungsschutz beobachtet werden, ist für JU und CDA ein alarmierendes Zeichen.

„Entgegen der Aussage des DGB-Kreisvorsitzenden ist dies sicher keine erfreuliche Entwicklung. Dass der DGB in Siegen-Wittgenstein mit radikalen Kräften Hand in Hand durch die Straßen läuft, ist beunruhigend und stellt die Objektivität der Organisation in Frage“, so Benedikt Büdenbender für die Junge Union. Diese Meinung teilt der CDA-Kreisvorsitzende Hartmut Steuber: „Ich bin seit über 40 Jahren Gewerkschaftsmitglied und finde diese Entwicklung skandalös. Sie ist der Idee der Gewerkschaftsbewegung nicht würdig.“

Das Siegener Linksbündnis fordert unter anderem den Austritt der Bundesrepublik Deutschland aus der Nato und spricht sich gegen Freihandel aus. Mit zahlreichen Forderungen stehen sie den heimischen Unternehmen und deren Belegschaft sehr konträr gegenüber. Dass eine Gewerkschaft, der das Wohl der Arbeitnehmer am Herzen liegen sollte, mit solch einem Bündnis zusammenarbeitet, halten Junge Union und CDA für grundlegend falsch.

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