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Junge Union Ostholstein bezieht Stellung zum Beschluss zur Öffnung der Ehe für alle

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Das Verhalten der SPD zu diesem Thema ist unsäglich. Trotz bestehenden Koalitionsvertrags mit seinen Absprachen hat die SPD am Mittwoch faktisch die Koalition aufgekündigt und ist ein Rot-Rot-Grünes Bündnis eingegangen.

Das Thema ist unzweifelhaft wichtig, einem Hauruckverfahren ist es aber nicht würdig. Zudem ist rechtlich zu klären, ob nicht vorher eine Änderung des Art. 6 Abs. 1 des Grundgesetzes notwendig wäre. Nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts besteht die Ehe aus zwei verschiedengeschlechtlichen Eheleuten. Durch das schnelle Durchdrücken kann daher aktuell keine verfassungsrechtliche Sicherheit geboten werden. Dass daher zahlreiche CDU/CSU Politiker Bedenken hatten und mit Nein gestimmt haben, ist nur konsequent. Dass ihr Verhalten nun von Rot-Rot-Grün angeprangert wird, ist unverständlich und nicht zu verstehen. Noch schlimmer trifft der Spott die CDU/CSU Politiker, die aus Gewissensgründen sowie religiöser Ansichten gegen die Ehe für alle gestimmt haben.

Dazu erklärt unser Kreisvorsitzender Marcel Kriwet: "Bei der Kinderehe forderte Rot-Rot-Grün Verständnis für andere Kulturkreise und Religionen, insbesondere dem Islam. Wer dies nicht aufzeigen könne, sei ausländerfeindlich und islamophob. Wenn nun aber CDU/CSU Politiker aufgrund ihres religiösen Verständnisses oder ihres Gewissens gegen die Ehe für alle stimmen, dann verdienen sie kein Verständnis, denn sie sind homophob. Dieses Verhalten ist schizophren und im absurden Ausmaß inkonsequent."

Aus Sicht der Jungen Union Ostholstein ist die Debatte über die Ehe nun nicht beendet, sondern erst eröffnet. Man muss sich nun klar werden, was die Ehe ausmache und welche Werte ihr zugrunde liegen. "Wer wie Rot-Rot-Grün die Ehe bloß als eine Beistandsgemeinschaft definiert, der müsse auch die Polygame-, Inzest- und Kinderehe einführen, denn auch in diesem wird Beistand geleistet. Diese entsprechen aber zweifelsfrei bei Weitem nicht unseren Verständnis der Ehe. Das zeigt uns aber, dass die Debatte über den Begriff der Ehe nicht nur durch die regenbogenfarbene Brille gesehen werden darf, sondern angesichts unserer Werte und Grundverständnisse ausführlich debattiert werden muss. Die Union muss nun mit den konservativen Werten, die der Ehe zugrunde liegen, die Initiative ergreifen." so der Kreisvorsitzende Marcel Kriwet.

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