Die Junge Union (JU) Ostholstein lehnt den neuen Vorstoß zum ÖPNV der schleswig-holsteinischen Grünen strikt ab.

Die Nord-Grünen forderten unter anderem den Neubau einer S-Bahn zischen Lübeck und Neustadt i. H., zwischen Kiel und Eutin sowie zwischen Lübeck und Eutin. Diesen Vorschlag lehnt die JU Ostholstein als unnötig ab. „Die Grünen planen damit die unsinnige Stadtregionalbahn 2.0“, erkennt der JU-Kreisvorsitzende Marcel Kriwet. Auch für Ostholstein befürchten die jungen Christdemokraten hohe Kosten für die Gemeinden für den Neu- und Ausbau von Schienen, Bahnübergängen und Bahnhöfen. Zudem würde das neu zu bauende Schienennetz einen erneuten Landraub für die ostholsteinischen Landwirte bedeuten. Diese sind aber bereits durch die bisherigen Bauvorhaben stark gebeutelt. Ferner stellt sich die Frage des Bedarfs an eine solche S-Bahn. Fast alle anliegenden Ortschaften werden bereits jetzt angefahren.

Der Nordverband der Grünen sprach sich ferner für die Einführung eines landesweiten ÖPNV-Tickets für alle Schleswig-Holsteiner aus. Dieses soll für alle Einwohner 99 € kosten und verbindlich sein. Der CDU-Nachwuchs lehnt diese Zwangsabgabe ebenso ab und bewertet das Vorhaben als illusorisch sowie unrealistisch. Bereits das nur in Kiel geltende Semesterticket der Studenten ist teurer als das geplante ÖPNV-Ticket der Grünen. Neueste Planungen der Grünen sehen knapp 1000 € staatliche Subvention pro Person für ein landesweites Semesterticket vor. Angesichts dessen sowie der zahlreichen privaten ÖPNV-Anbieter, der notwendigen Landesverwaltung und Ausgleich für Sozialhilfeempfänger sieht die JU Ostholstein daher weitaus höhere Mindestkosten als notwendig an. „Die Grünen zeigen somit erneut, dass sie keine Vorstellung von der realen Wirtschaft haben. Damit ein solches Ticket finanziell tragbar ist, würde schnell eine starke Erhöhung der Zwangsabgabe oder aber eine Steuererhöhung folgen“, so der JU-Kreisvorsitzende Marcel Kriwet.

Aus Sicht der Jungen Union planen die Grünen zudem an den realen Problemen vorbei. „Weder eine S-Bahn noch ein ÖPNV Ticket bringen etwas, wenn Bushaltestellen kaum angefahren werden. Gerade wir in Ostholstein kennen uns leider damit aus“, resümiert Marcel Kriwet. Zahlreichliche ländliche Gemeinden werden aktuell kaum vom ÖPNV angefahren. Diese Herausforderung müsse vorrangig behandelt werden, damit ländliche Gemeinden auch weiterhin attraktiv für alle Generationen sind.

Die JU Ostholstein fordert daher einen Ausbau der bestehenden Angebote. Auch Anruf- und Bürgerbusse wie jetzt neu in Malente seien positive Projekte, die die ländlichen Gemeinden eine tatsächliche ÖPNV Anbindung bieten. Für eine schnellere Bahnanbindung sollte wie bisher geplant, das bestehende Trassennetz durchgängig zweispurig ausgebaut werden. Sodann wäre auch auf diesem Netz eine höhere Taktung an allen Haltestellen möglich. Eine Elektrifizierung der bestehenden Trasse sollte geprüft werden.

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