Ländlicher Raum hat Zukunft! – Speeddating mit Politikern aus der Region

Lingen (Ems). Auf dem Bezirksdelegiertentag (BDT) der Jungen Union (JU) Osnabrück-Emsland am vergangenen Wochenende debattierten 180 Delegierte und Gäste über die Entwicklung des ländlichen Raums. Bei der Tagung in Lingen stand neben der Verabschiedung des Leitantrags „Unsere Region 2030 – innovativ, engagiert, pragmatisch“ die Neuwahl des Bezirksvorstandes auf der Tagesordnung.

Das JU-Wochenende startete mit einem Speeddating mit verschiedenen regionalen Politikern. Dabei stellten sich der Europaabgeordneten Jens Gieseke, der CDU-Landratskandidaten für das Emsland, Marc-André Burgdorf, der Samtgemeindebürgermeister von Dörpen, Hermann Wocken, und der CDU-Bürgermeisterkandidat für die Stadt Nordhorn, Andre Mülstegen, den Fragen der jungen Christdemokraten und diskutierten mit ihnen über aktuelle Themen, die dem Parteinachwuchs auf der Seele lagen. Durch die vom Format vorgesehene kurze Zeitspanne waren die Politiker gefordert, klare Aussagen zu treffen.

Im Anschluss bewarb sich der Nordhorner Malte Kramer erneut für das Amt des JU-Bezirksvorsitzenden. Der 29-jährige Jurist warb in seiner Rede dafür, dass die CDU weiterhin als starke Volkspartei wahrgenommen werde, die die Probleme der Menschen löse und in die Zukunft blicke. Er wurde von den Delegierten mit mehr als 97 % in seiner Funktion als Bezirksvorsitzender für den fast 1.900 mitgliederstarken und damit größten Bezirksverband in Niedersachsen bestätigt.
Als stellvertretende Bezirksvorsitzende stehen ihm Benedikt Lücken (30 Jahre – Richter) aus dem Kreisverband Meppen, die Lingenerin Imke Kropik (25 Jahre – Juristin) sowie Maximilian von Brill (28 Jahre – Lehramtsstudent) aus dem Kreisverband Osnabrück-Stadt zur Seite. Lücken wurde mit einer Mehrheit von 95,83 Prozent, von Brill mit 96,81 Prozent und Kropik mit 97,89 Prozent als Stellvertreter gewählt.
Mit Standings Ovations dankte der Bezirkstag Christina Rother aus Ostercappeln für die zehnjährige Arbeit als Schatzmeisterin. Als Nachfolger wählten die Delegierten mit Alexander Tontrup (26 Jahre – Student) aus Bad Essen. Wiedergewählt wurden Matthias Effenberger (Business Analyst) aus Bissendorf mit 94,33% als Geschäftsführer sowie der Lingener Simon Göhler (29 Jahre – Verwaltungsbeamter) als Pressesprecher mit 92,3%. Neu gewählt wurde Steffen Breer aus Werpeloh (20 Jahre – Schüler) als Schriftführer. Als Beisitzer wurden Christina Büter (22 Jahre – Studentin), Heinz Möddel (32 Jahre – wissenschaftlicher Mitarbeiter), Matthias Escher (23 Jahre – IT-Systemadministrator), Nadine Klumpe (29 Jahre – Projektmanagerin), Niklas Schulke (22 Jahre – Verwaltungsbeamter) und Patricia Menke (21 Jahre – Studentin) gewählt.

In einem Impulsvortrag warb der Humangeograph Prof. Dr. Gerhard Henkel dafür, dass ländlichen Regionen gestärkt werden müssen und den Kommunen weniger Fremdsteuerung durch Land und Bund wiederfahren sollte. „Wir sollten den kleinen Strukturen mehr Möglichkeiten einräumen. Dazu gehört es, mehr finanzielle Mittel bereitzustellen. Diese sollten nicht in Fördertöpfchen vorgehalten, sondern direkt zu ihnen fließen“. Im Rahmen einer Podiumsdiskussion mit dem Niedersächsischen Finanzminister Reinhold Hilbers MdL, Manuel Slupina vom Berlin-Institut und Dr. Dirk Lüerßen, Geschäftsführer, der Ems-Achse, wurde deutlich, dass der ländlich Raum sehr wohl große Chancen hat. Für eine positive Entwicklung in der Zukunft sei die Tatkraft der Bürger von enormer Bedeutung und müsse gewürdigt werden. So habe insbesondere das Ehrenamt eine hohe Bedeutung für den Erfolg der Region.

Am Sonntagvormittag warb die niedersächsische Justizministerin Barbara Havliza vor den Delegierten und Gästen in Ihrer Rede für die Unabhängigkeit der Justiz. Das Land Niedersachsen versuche durch eine breite Präsenz in der Fläche eine durchsetzungsstarke Justiz zu gewährleisten. „Für einen funktionierenden Rechtsstaat ist es unerlässlich, dass die Justiz von der Bevölkerung positiv wahrgenommen wird. Ich will mich dafür einsetzen, dass der dritten Gewalt im Staat weiterhin Vertrauen entgegen gebracht wird!“, erklärte die ehemalige Richterin Havliza.

Abschließend diskutierten die JU’ler im Rahmen ihres Leitantrages über die Herausforderung des Fachkräftemangels für ihre Region. Eine Forderung ist eine verstärkte grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit den Niederlanden, um Fachkräfte für die Region zu finden. Weitere Themen des Leitantrages ist eine Stärkung des Ehrenamtes, Maßnahmen um günstigeren Wohnraum zu schaffen sowie die öffentlichen Infrastrukturen zu stärken und den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu fördern.

Auf dem Foto:
Matthias Escher (Beisitzer), Simon Göhler (Pressesprecher), Benedikt Lücken (stellv. Vorsitzender), Imke Kropik (stellv. Vorsitzende), Maximilian von Brill (stellv. Vorsitzender), Barbara Havliza (Niedersächsische Justizministerin), Patricia Menke (Beisitzerin), Malte Kramer (Bezirksvorsitzender), Steffen Breer (Schriftführer), Christina Büter (Beisitzerin), Alexander Tontrup (Schatzmeister), Matthias Effenberger (Geschäftsführer). (Es fehlen die Beisitzer Nadine Klumpe und Heinz Möddel ).

« Wulff: CDU muss JU mehr unterstützen! JU: Mitgliederbefragung zur Nachfolge im Amt des CDU-Bundesvorsitzenden gefordert »