Asyl- und Flüchtlingspolitik zwischen Krise, Chance und christlicher Verantwortung

Die Kreisverbände der Jungen Union Landkreis Leipzig und Nordsachsen tauschten sich zur alljährlichen Klausur in Wermsdorf über das Thema Asyl aus. „Ziel war es, der ganzen Debatte, die auf allen Seiten zuweilen einen starken Hang zu Polemik und Populismus aufweist, eine sachliche Grundlage zu geben.“, erklärte Robert Eisold, Kreisvorsitzender der JU Landkreis Leipzig.
Dazu referierte Henry Graichen, Landrat des Landkreises Leipzig über die Herausforderungen der Landkreise und Kommunen. Diese seien in erster Linie mit der Frage der Unterbringung von Flüchtlingen konfrontiert. Beide Kreisverbände waren sich bei dieser Frage einig, dass gerade im ländlichen Raum sozialer Wohnungsbau auch mit der Sanierung zahlreicher leerstehender Wohnungen einhergehen müsse. Graichen machte deutlich, dass die Situation nicht einfach zu bewältigen, aber mit der nötigen Bürgernähe und der Bereitschaft sich der Probleme der Anwohner anzunehmen, lösbar sei.
Anschließend sprachen die Anwesenden über die Rolle der Bundeswehr in der Krise. Stefan Quandt, Hauptmann der Bundeswehr und JU Mitglied, betonte, dass die Trennung von äußerer und innerer Sicherheit ein Luxus sei, den Deutschland im Angesicht der großen Herausforderungen nicht länger leisten könne. Durch diese künstliche Trennung sei es unmöglich, das Potential der Bundeswehr voll auszuschöpfen, so Quandt. Darüber hinaus entspreche sie auch nicht mehr der Realität, da bereits die Unterbringung, Versorgung und Beförderung von Flüchtlingen innerhalb Deutschlands zum Alltag der Bundeswehr gehörten. Bereits vor 6 Jahren hat die Junge Union Nordsachsen diese Reform während ihrer Klausur in Oschatz gefordert.

Die Klausur fand am Sonntag ihren Abschluss. Jan Witza, Referent für Jugend- und Mitarbeiterbildung der Evangelischen Jugend in Sachsen, hielt eine Andacht und sprach anschließend über die Arbeit der Evangelischen Jugend im Zusammenhang mit der Asylkrise und Potentiale zur Zusammenarbeit von Jugendverbänden aus Politik und Kirche.

Der Kreisvorsitzende der Jungen Union Nordsachsen äußerte sich sehr zufrieden über die Ergebnisse der Klausur: „Wir haben uns 2 Tage intensiv mit dem Thema Asyl beschäftigt. Ganz persönlich komme ich zu dem Schluss, dass Asyl eine ganz große Chance für unser Land und Nordsachsen bietet. Allerdings müssen hierzu die nötigen Rahmenbedingungen geschaffen werden. Nur eine gelungene Integration, durch die Deutsche Sprache und den Willen ein Teil unserer Gesellschaft zu werden, kann diesen Rahmen bilden.“

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