Der Vorsitzende der Jungen Union, Florian Stehl äußert sich zum Fernsehbericht über oschatz.

Die große Kreisstadt Oschatz wurde von RTL als Beispiel für eine trostlose Gegend genutzt. Der Vorsitzende der Jungen Union Nordsachsen widersprach dem vehement in einem offenen Brief.

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit großem Bedauern musste ich in Ihrer Sendung vom 25. Dezember feststellen, dass Sie einen sehr negativen Bericht über meine Heimat gesendet haben. Die Region Oschatz wurde als Beispiel für eine vergessene und nahezu ausgestorbene Region genutzt.
In Oschatz und den umliegenden Orten haben wir tatsächlich viele Herausforderungen durch den demografischen Wandel. Wir sind nach dem Umbruch in den 90er Jahren noch nicht erstarkt. Aber es gibt viele Beispiele, die uns zeigen, dass die Region wieder einen Aufwärtstrend erleben wird.
Sie haben allerdings leere Straßen gezeigt und behauptet, dass es keine Einkaufsmöglichkeiten mehr gibt und die Schulen schließen. Ganz im Gegenteil wird gerade in Oschatz ein Schulcampus eröffnet und die Schülerzahlen steigen. In den umliegenden Ortschaften wird es auch künftig keine Schulschließungen mehr geben. In Oschatz befindet sich der größte Einzelhändler in unserem Landkreis und es gibt eine sehr engagierte Werbegemeinschaft aus Handelstreibenden in der Innenstadt.

Sie haben mit Ihrem Bericht vielen engagierten Bürgern und Unternehmern, die für ihre Heimat kämpfen vor den Kopf gestoßen und die Region mit gezielten Falschmeldungen in ein schlechtes Licht gerückt.
Ich hoffe sehr, dass Sie die Region mit ihren Herausforderungen und dem großen Engagement bald versuchen wirklich kennenzulernen und den ersten Bericht damit berichtigen. Ich würde mich sehr darüber freuen.

Mit freundlichen Grüßen
Florian Stehl

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