Gut besuchte Podiumsdiskussion

Unter diesem Motto diskutierte eine hochkarätige Runde aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik sowie zahlreiche Besucher am 06. November 2017 im Arkadensaal der BayernLB. Eingeladen hatten der dort ansässige CSU-Ortsverband Maxvorstadt-Königsplatz und die Junge Union München-Mitte.

Die Vorsitzenden Dr. Günther Westner und Laurenz Kiefer begrüßten die Gäste zunächst sehr herzlich und bedankten sich für das zahlreiche Kommen. Zudem unterstrichen sie nochmal die Wichtigkeit des Themas und begrüßten das prominente Panel, was aus den folgenden Gästen bestand:

  • Markus Blume MdL, stellvertretender Generalsekretär der CSU

  • Prof. Dr. Christoph Kaserer, Inhaber des Lehrstuhls für Finanzmanagement und Kapitalmärkte der Technischen Universität München

  • Dominik Lamminger, Mitglied der Geschäftsleitung im Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands, VÖB e.V.

  • Dr. Thomas Prüm, Partner, Berwin Leighton Paisner

In seiner Einführung zum Thema Brexit und Finanzmarkt zeichnete Thomas Prüm zunächst die aktuellen Entwicklungen nach und verdeutlichte seine Idee, München aktiv als neuen Standort für die Finanz-Industrie auszubauen. Zudem hatte Prüm die wichtigsten Informationen auf einer eigens zu diesem Anlass erstellten Webseite zusammengetragen. Unter www.brexitmunich.de finden Interessierte wichtige Fakten und Hintergrundinformationen zum Thema.

Markus Blume teilte vor allem die Gedanken zum Brexit: Es könne einen nicht kalt lassen, wie und wann er käme, zumal die Verhandlungen sehr zäh liefen. Oberste Priorität läge auf den Rechten der EU-Bürger und der Entwicklung an der künftigen EU-Außengrenze im Westen. Um den Finanzstandort mache er sich nur bedingt Gedanken – München habe beispielsweise mit Blick auf Wirtschaft, Wissenschaft und Technologie einen enormen Stellenwert. Zudem bewege sich der Versicherungsstandort München in der obersten Liga.

Auch Professor Kaserer und VÖB-Vertreter Lamminger zeigten grundsätzlich Interesse an dem Gedanken, Banken und Finanzdienstleister von London nach München zu lotsen. Aufgrund des etablierten Standorts in Frankfurt, der allein durch die Börse eine enorme Kristallisationswirkung habe, sei dies mit Blick auf Investmentbanken aber eher schwierig. Kaserer stellte heraus, dass München vor allem im Bereich der Vermögensverwaltung sehr gut aufgestellt sei. Dieser Bereich sei vom Brexit weniger betroffen. Zusammen mit der Versicherungsbranche ist München in diesem Bereich sehr stark aufgestellt und könne mit großem Selbstbewusstsein auftreten. Lamminger betonte, dass die lokalen Banken stabil aufgestellt sind und in hohem Maße die Finanzierungsfunktion für die lokale Wirtschaft erfüllen. Er sieht auch, dass der Brexit für die Finanzindustrie einen großen Einschnitt darstelle.

In der weiteren Diskussion wurde der Gedanke entwickelt, dass ein Bewusstsein für ein eigenes München-spezifisches Cluster in der Finanzbranche entwickelt werden sollte: Eine Kombination aus einer starken Vermögensverwaltungsbranche (zusammen mit den Versicherungen) gemeinsam mit der in München starken IT Branche bzw. FinTechs. Ein solches Cluster könne dann stärker nach außen getragen werden und auch in die Neujustierung der Finanzbranche nach dem Brexit eingebracht werden. „Dieser Gedanke sollte im Nachgang zu dem Abend weiter ausgebaut werden“, so Dr. Thomas Prüm. Nach der anschließenden Diskussion zogen die Teilnehmer um in die Bar Joon in der Theresienstraße, wo viele Gespräche zum Thema fortgesetzt und neue Kontakte geknüpft wurden.

"Wir haben heute eine klasse Veranstaltung zu einem wichtigen Zukunftsthema auf die Beine gestellt. Vielen Dank an Dr. Thomas Prüm für die Initiative und die große Unterstützung bei der Umsetzung", lobte JU-Chef Kiefer im Anschluss.

Bericht von CSU Maxvorstadt-Königsplatz, abrufbar hier.

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