Kürzlich trafen sich einige Mitglieder der Jungen Union (JU) Dieburg mit Vertretern der Jungen Europäischen Föderalisten (JEF) zum Stammtisch, um über die Zukunft Europas und der Europäischen Union zu diskutieren. Bei den JEF handelt es sich um eine überparteiliche, europaweite, föderale, politische Jugendorganisation, die insbesondere junge Menschen für die europäische Idee überzeugen möchte.

In der rund zweieinhalb stündigen Diskussion wurde über die Konsequenzen des Brexits, die EU-Haushaltspolitik sowie über die Zukunft der Schengener Abkommen gesprochen.

Beim Brexit waren sich alle Teilnehmer einig, dass dieser sowohl für die EU, als auch für Großbritannien negative Folgen haben wird, da einerseits mit Großbritannien ein wichtiger Beitragszahler für die EU weg fallen wird und auf der anderen Seite aus Großbritannien bereits heute viele Fachkräfte und Unternehmen abwandern, die bisher von der britischen EU Mitgliedschaft profitierten. Jedoch birgt der Brexit auch Chancen, wenn jene Fachkräfte und Unternehmen sich in anderen EU-Staaten nieder lassen.

Beim Thema EU-Haushaltspolitik gingen die Meinungen teilweise auseinander. Zwar war man sich einig, dass es Mechanismen bedarf, die eine erneute Eurokrise verhindern. Die JEF plädierte dabei für einen „Finanzausgleich zwischen den EU-Staaten“, bei welchem „alle EU-Staaten über die Arbeitslosenversicherung eine Umlage bezahlen, mit welcher in Zukunft Krisen verhindert werden sollen.“ Dagegen sprach sich die JU-Dieburg für die Finanzierung von „strukturellen Reformen in den Krisenländern“ aus, welche „die langfristige Wettbewerbsfähigkeit der betroffenen Staaten sicherstellen soll, sodass es mittel- bis langfristig keiner finanziellen Umverteilung mehr innerhalb der EU bedarf.“

Über die Zukunft der Schengener Abkommen waren sich die Diskussionsteilnehmer einig, dass ein zeitnaher Abbau der Grenzkontrollen an den Grenzen innerhalb des Schengenraumes erfolgen sollte, da solche Kontrollen für den grenzüberschreitenden Verkehr erhebliche Wartezeiten bedeuten, die letztlich zu Umsatzeinbußen im innergemeinschaftlichen Handel führen. „Außerdem tragen nicht die Grenzkontrollen innerhalb des Schengenraumes zu einer niedrigeren Anzahl an asylsuchenden Migranten bei, sondern die stärkere Zusammenarbeit bei der Sicherung der EU-Außengrenzen mit anderen Staaten, etwa der Türkei“, so JEF Vertreter Christian Weickhmann und der JU Vorsitzende Matthias Hagn. „In diesem Zusammenhang könnte ein europäisches FBI, wie es schon Helmut Kohl forderte, die Kriminalität senken und die Migration in geordnete Bahnen lenken“, so Hagn und Weickhmann abschließend.

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