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"Es ist besser zu handeln, als behandelt zu werden!" - Politischer Brunch der JU Dieburg mit Ismail Tipi MdL

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Am 28. Mai hielt die JU Dieburg ihren zweiten politischen Brunch im Café M22 ab. Nachdem diese Veranstaltungsreihe 2015 ins Leben gerufen worden war und damals unter dem Thema "Sportpolitik in und um Dieburg" gestanden hatte, lautete das Thema in diesem Jahr "Deutsch-Türkische-Beziehungen: Zukunftsfähig oder zum Scheitern verurteilt?". Als Gast war der Heusenstammer und türkischstämmige CDU-Landtagsabgeordnete Ismail Tipi eingeladen.

In der rund anderthalbstündigen Diskussion, die vom JU Vorsitzenden Ruben Danz geleitet wurde, ging Tipi zunächst nach einer kurzen persönlichen Vorstellung auf die Problematik der doppelten Staatsbürgerschaft ein. Er stellte klar, dass mit dieser mehr Nachteile, als Vorteile verbunden sind. "Gerade die Inhaftierung von Deniz Yücel zeigt, dass das Halten zweier Staatsbürgerschaften dazu führen kann, dass man wegen Straftatbeständen festgehalten wird, die in den betreffenden Staaten unterschiedlich gehandhabt werden. Hätte Yücel nur einen deutschen Pass gehabt, hätte die Türkei ihn nicht so einfach festhalten können", so Tipi zu den JU- und CDU-Mitgliedern aus Dieburg. Desweiteren sei eine Staatsbürgerschaft auch ein klares Bekenntnis zu den Werten des betreffenden Staates und erleichtert die Integration. "Weil sich die Türkei unter der Präsidentschaft Erdogans immer weiter von den westlichen Werten entfernt, sehe ich die doppelte Staatsbürgerschaft als Integrationshemmnis", so Tipi weiter.

Danach ging Tipi auf die aktuellen Deutsch-Türkischen Beziehungen ein und machte deutlich, dass der „Flüchtlingsdeal“ zwischen der EU und der Türkei eher der Türkei nützt, als der EU. „Denn Erdogan schickt nur die Ärmsten der syrischen Flüchtlinge weiter nach Europa und behält die gut ausgebildeten Flüchtlinge in der Türkei. So hat er größeren Einfluss auf die Situation hierzulande, als vielen von uns lieb ist. Deshalb ist gerade die junge Generation besonders dazu aufgerufen, die hier geltenden Werte aktiv zu leben und weiterzugeben. Denn es ist besser zu handeln, als behandelt zu werden!“, so Tipi abschließend.

Im Anschluss an die Diskussion dankte Ruben Danz Ismail Tipi sehr herzlich für seine Zeit und übergab ihm ein kleines Präsent als Dankeschön.

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