Kritik an Tobias Loose aus JU-Kreisverband bei Kampf um den Landesvorsitz

„Dieses demokratische Erlebnis sollte nicht vom aktuellen Amtsinhaber in eine Richtung beeinflusst werden. Beide Kandidaten haben Argumente und sind alleine fähig, diese zu kommunizieren. Als Hauptargument das Geschlecht anzuführen ist außerdem höchst fragwürdig, da das die Qualität in den Hintergrund treten lässt.“, erklärt Kreisvorsitzender Florian Slopianka anlässlich der Äußerungen des JU-Landesvorsitzenden Tobias Loose.

Die JU Schleswig-Holstein wählt im November einen neuen Landesvorsitzenden. Der derzeitige Vorsitzende Tobias Loose hat seinen Verzicht auf die Wiederkandidatur bekanntgegebenen. Stattdessen bewerben sich nun Birte Glißmann aus Pinneberg und Christian Poltrock aus Dithmarschen um das Amt. In mehreren öffentlichen Äußerungen hat sich Tobias Loose offen zu Birte Glißmann bekannt.

Diese deutliche und öffentliche Positionierung kritisiert der Kreisvorstand der JU Herzogtum Lauenburg: „Tobias Loose hat in den letzten Jahren viel für die JU geleistet und uns nach vorne gebracht. Nun ist es aber Zeit für neue Impulse, wie er auch selbst sagte. Beide Kandidaten haben inzwischen ihre Vorstellungen dargelegt. Sie werden für einen spannenden Wahlkampf um den Landesvorsitz sorgen, der zeigt, wie lebendig die JU ist.“

„Zurückhaltung ist eine Kunst. Dem Landesverband tut der demokratische Wettstreit gut. Die deutlichen Versuche einer Beeinflussung durch Tobias sind diesem aber hinderlich und schaden dazu dem Klima im Verband. Wir sind noch nicht entschieden und werden uns nicht durch diese Versuche in eine Richtung treiben lassen. Schade ist es vor allem, dass bei solchen offenen Ansagen an die Mitgliedschaft auch meist nur das Gegenteil dessen erreicht wird, was man beabsichtigt. Wir wollen einen fairen innerverbandlichen Wahlkampf um die besten Köpfe und Ideen.“, schließt Slopianka.

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